Verhandlungen statt Rückbau - Belgien stoppt Atomausstieg
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Verhandlungen statt Rückbau: Belgien stoppt AtomausstiegDas Atomkraftwerk Tihange bei Lüttich ist rund 50 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt.Foto: Oliver Berg/dpaJanSchumann30.04.2026 - 09:26 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenBrüssel – Paukenschlag in der europäischen Klima- und Umweltpolitik: Belgien stoppt den Rückbau aller Atomreaktoren im Land. Statt Abrissbagger soll es jetzt Verhandlungen geben. Der belgische Staat spricht mit dem bisherigen Betreiber „Engie“ über eine mögliche Übernahme der Meiler. Regierungschef Bart De Wever (55) verkündete am Donnerstagmorgen auf X: „Es ist eine Einigung mit Engie erzielt worden, um die Bedingungen festzulegen und die notwendigen Studien für eine vollständige Übernahme des belgischen Kernkraftwerks zu starten. Bis dahin werden alle Stilllegungsaktivitäten sofort eingestellt.“ Auch in einer gemeinsamen Erklärung bestätigten beide Seiten den Schritt. Bereits im vergangenen Jahr hatte das belgische Parlament den Atomausstieg rückgängig gemacht. Der Stopp aller Rückbauarbeiten solle „sicherstellen, dass dem belgischen Staat alle Optionen offenstehen“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter.Der belgische Regierungschef Bart De Wever (55) verkündete die Entscheidung auf XFoto: REUTERSRegierungschef De Wever gehört der Partei „Neue Flämische Allianz“ an und verteidigt den Kurswechsel. „Diese Regierung wählt sichere, bezahlbare und nachhaltige Energie. Mit weniger Abhängigkeit von fossilen Importen und mehr Kontrolle über unsere eigene Versorgung“, schreibt er auf X.Noch zwei Reaktoren am NetzDerzeit sind in Belgien noch zwei Reaktoren am Netz. Einer steht im Kraftwerk Doel an der niederländischen Grenze. Der andere läuft im Atomkraftwerk Tihange bei Lüttich, rund 50 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Eigentlich sollten beide Reaktoren im vergangenen Jahr vom Netz gehen. Doch infolge der Energiekrise 2022 wurde ihre Laufzeit bereits bis 2035 verlängert.Mehr zum ThemaDoch nic...





