Leipzig will nach Amokfahrt Sicherheitskonzept in der Innenstadt prüfen
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Amokfahrt in Sachsen Leipzig will Sicherheitskonzept in der Innenstadt prüfen Ein 33-Jähriger soll mit seinem Auto mindestens zwei Menschen in Leipzig getötet haben. Er wird voraussichtlich im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt. Die Anzahl der Verletzten ist noch immer unklar. 05.05.2026, 11.15 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Polizisten am Augustusplatz in Leipzig Foto: Ingmar Björn Nolting / DER SPIEGEL Nach der tödlichen Attacke im Zentrum von Leipzig will die Stadt die Zufahrtsstelle prüfen, an der die Amokfahrt durch eine belebte Einkaufsmeile in der Innenstadt begonnen hat. Das sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg der Nachrichtenagentur dpa. Der Tatverdächtige stoppte am Montag am westlichen Ende der stark frequentierten Fußgängerzone in der Nähe einiger Poller. Am östlichen Eingang der Grimmaischen Straße hatte er hingegen offenbar ungehindert über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren können. Poller gibt es an dieser Stelle keine. Die Stadt wolle nun die Sicherheitsvorkehrungen an der Einfahrtstelle prüfen und »das gesamte Sicherheitskonzept Innenstadt noch einmal auf den Prüfstand stellen«, so Sprecher Hasberg. Der 33-jährige deutsche Staatsbürger wurde von der Polizei noch im Auto gestellt und festgenommen. Bei der Tat wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet, drei Menschen wurden schwer verletzt. Die genaue Zahl der Verletzten ist weiterhin unklar. »Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben«, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Insgesamt sollen rund 80 Menschen von den Ereignissen betroffen sein. Gedenkveranstaltung mit Ministerpräsident KretschmerDie Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. Der Tatverdächtige soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hatte bereits am Abend von einem mutmaßlichen Einzeltäter gesprochen. Nach SPIEGEL-Informationen war der Mann vor Kurzem noch in psychiatrischer Behandlung. Die ganze Nacht über und auch noch am Morgen betreuen Spezialisten von der Polizei und auch Mitglieder des Kriseninterventionsteams Passanten am Tatort. Für den späten Nachmittag wurde eine Gedenkveranstaltung für die Opfer angekündigt. An dieser nimmt auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) teil. Das bestätigte ein Sprecher der Staatskanzlei in Dresden. Um 17 Uhr sei eine ökumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche geplant, teilte der Superintendent der evangelisch-lutherischen Kirche, Sebastian Feydt, mit. Zudem gebe es in beiden Kirchen in der Innenstadt – Nikolaikirche und Thomaskirche – Raum zum Trauern, für Gespräche, Seelsorge und um Kerzen anzuzünden. Lesen Sie hier : Was über die Amokfahrt in Leipzig bekannt ist bbr/dpa Startseite Feedback




