Wutausbruch des Kanzlers: Hohn, Spott, Lügen über Merz
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Wutausbruch des Kanzlers : Hohn, Spott, Lügen über Merz Ein Kommentar von Jasper von Altenbockum10.06.2026, 14:59Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor Beginn der Sitzung des Bundeskabinetts im KanzleramtdpaEin wütender Kanzler ist noch kein durchsetzungsfähiger Kanzler. Wohl aber Stoff für die Anti-Merz-Kampagne. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App So zerknirscht, wie die Führung der CDU/CSU-Fraktion sich gibt, dass ein Wutausbruch des Kanzlers („Meine Geduld mit den Sozialdemokraten ist am Ende“) öffentlich wurde, wird sie nicht sein. Friedrich Merz steht in der Öffentlichkeit schließlich als jemand da, der schon viel zu viel Geduld mit den Sozialdemokraten hatte und viel zu oft mit Kritik hinterm Berg gehalten hat. Um nicht zu sagen: der schon viel zu oft nachgegeben habe.Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz, um das es jetzt geht, liegt als Entwurf seit Dezember 2025 vor. Im Bundestag ist es aber noch immer nicht beschlossen, obwohl es ein Vorzeigeprojekt der Koalition sein soll. Grund sind Widerstände aus dem SPD-geführten Umweltministerium und aus der SPD-Fraktion. Da kann es nicht schaden, wenn publik wird, dass der Kanzler einmal feststellt, dass sich die SPD nicht alles leisten könne. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Als eiserner Kanzler wird Merz nicht gesehenOder doch? Gebrüllt hat Merz ja schon einmal, angeblich, in der Villa Borsig, als er sich zu vorgerückter Stunde mit dem SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil anlegte. Wirklich geholfen hat ihm das nicht. Ein Bild vom eisernen Kanzler ist dadurch nicht entstanden. Ein wütender Kanzler ist noch kein durchsetzungsfähiger Kanzler.Mehr zum ThemaFAZ+Podcast für DeutschlandWüst gegen Merz: „Eine Reizfigur für den Kanzler“



