Wettbewerbspolitik: Mehr Browserwechsel auf dem Smartphone
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Wettbewerbspolitik : Mehr Browserwechsel auf dem SmartphoneVon Tillmann Neuscheler05.05.2026, 18:41Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenAuswahlmenü in einem iOS-SmartphoneNBER Working Paper 35112Die EU will, dass Nutzer Alternativen zum voreingestellten Browser haben. Das funktioniert.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Um die Macht der Techkonzerne zu zähmen, hat die EU vor zwei Jahren den Digital Markets Act auf den Weg gebracht. Eines der Anliegen: Die großen Gatekeeper sollen daran gehindert werden, ihre Dominanz auf einem bestimmten Gebiet auf andere Märkte zu übertragen. Vielen älteren Nutzern ist noch der „Browserkrieg“ Ende der Neunzigerjahre in Erinnerung, alsMicrosoft seine Quasimonopolstellung auf dem Markt der Betriebssysteme dazu nutzte, den damals klar vorherrschenden Netscape-Browser innerhalb kurzer Zeit zu verdrängen, indem es den eigenen – spät auf den Markt gebrachten – Browser in Windows einfach vorinstallierte.Aus Sicht von Microsoft war die Bündelung ein voller Erfolg. Netscape hatte keine Chance und wurde innerhalb weniger Jahre durch den „Internet Explorer“ von Microsoft vom Markt verdrängt. Mittlerweile hat Microsoft seine damals errungene Spitzenstellung bei den Browsern zwar längst an Chrome verloren, das grundsätzliche Problem aber ist geblieben.Die EU-Kommission hat daher im Digital Markets Act festgelegt, dass die großen Anbieter der Betriebssysteme auf den Smartphones den Nutzern die Wahl lassen. Seit dem 7. März 2024 müssen die beiden vorherrschenden Betriebssysteme auf in der EU genutzten Smartphones – Android (Google) und iOS (Apple) – unter bestimmten Bedingungen vor der Nutzung des schon ab Werk voreingestellten Browsers ein Browser-Auswahlmenü zeigen, über das die Nutzer aktiv dazu aufgefordert werden, einen Browser auszuwählen, den sie als ihren Standardbrowser nutzen wollen. Das soll verhindern, dass auf Android-Smartphones immer nur der vorinstallierte Chrome-Browser von Google genutzt wird un...





