Waffenruhe in Iran: Böses Erwachen für Netanjahu
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Waffenruhe in Iran : Böses Erwachen für Netanjahu Ein Kommentar von Franca Wittenbrink11.04.2026, 13:20Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenBenjamin Netanjahu am 19. März in JerusalemAFPDer israelische Ministerpräsident hat seine Kriegsziele in Iran nicht erreicht. Doch nun gibt Trump wieder die Linie vor – und Netanjahu muss folgen. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Vor ein paar Wochen sah die Welt für Benjamin Netanjahu noch geradezu rosig aus. Jahrzehntelang hatte der israelische Ministerpräsident von einem Großangriff auf den „Erzfeind“ Iran geträumt. Ende Februar wurde der Wunsch Wirklichkeit. Seite an Seite mit seinem Washingtoner Verbündeten griff Jerusalem das Teheraner Regime an. Netanjahu triumphierte.Nur einen guten Monat später hat sich das Blatt gewendet. Die vorläufige Waffenruhe mit Iran, die der amerikanische Präsident Donald Trump über den Kopf seines israelischen Freundes hinweg erklärte, gleicht einem bösen Erwachen für ihn. Netanjahu steht vor einem derart ernüchternden Ergebnis, dass er sich im eigenen Land den Vorwurf der Opposition gefallen lassen muss, auf voller Linie gescheitert zu sein. Von den Zielen, die Israel zu Beginn des Krieges ausgegeben hatte, ist bislang keines erreicht. Das iranische Regime hält sich trotz der massiven Schläge gegen die oberste Führung hartnäckig an der Macht, die getöteten Anführer wurden längst ersetzt. 440 Kilogramm hochangereicherten Urans, mit denen Iran eine „schmutzige Bombe“ oder noch Schlimmeres herstellen könnte, befinden sich weiter in den Händen des Regimes. Und selbst die Bedrohung durch das ballistische Raketenprogramm ist offenbar nicht beseitigt. Militärische Erfolge – aber kein strategischer SiegZweifellos hat Israel dem Regime in Teheran schwer zugesetzt. Doch in Iran wiederholt sich, was auch an anderen Schauplätzen wie dem Gazastreifen zu Netanjahus größten Problemen gehört: Militärisch kann die Armee beachtliche Erfolge verzeichnen. Doch der Regierungschef vermag sie nich...





