„Verbal sexualisierte Grenzüberschreitung“ - Bremer Domgemeinde feuert Chorleiter
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„Verbal sexualisierte Grenzüberschreitung“: Bremer Domgemeinde feuert ChorleiterDer St. Petri Dom in Bremen (Archivbild)Foto: picture alliance/dpaJanaGodau15.04.2026 - 07:04 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenBremen – Er baute die Mädchenkantorei am St. Petri Dom in Bremen auf, betreute selbst zwei Gruppen. Jetzt hat sich die Gemeinde vom langjährigen Leiter der Mädchenchöre mit sofortiger Wirkung getrennt.Wie die St. Petri Gemeinde in einer offiziellen Mitteilung meldet, gab es „mehrere Hinweise auf potenzielle verbale sexualisierte Grenzüberschreitungen“. Nach der Prüfung, die offensichtlich den Verdacht eher erhärtete als entkräftete, wurde entschieden, „das Arbeitsverhältnis zu beenden und damit eine klare Haltung einzunehmen.“Entlassener Chorleiter unterrichtete Mädchen Die Gemeinde teilte weiter mit: „Wir bedauern diese möglichen Vorfälle zutiefst. Als Gemeinde tragen wir eine hohe Verantwortung für die Menschen, die uns anvertraut sind – insbesondere für Kinder und Jugendliche. Dieser Verantwortung möchten wir jederzeit gerecht werden.“ Der fristlos entlassene Chorleiter gründete die Mädchenkantorei Bremen im Jahr 2012. Inzwischen gibt es sechs Chöre für Kinder ab 4 Jahren mit insgesamt rund 250 Sängerinnen. Die ältesten Mädchen (5. bis 13. Klasse) unterrichtete der Mann selbst. Betroffene können sich u.a. in der Beratungsstelle der Bremischen Evangelischen Kirche unter der Telefonnummer 0421-33 35 63 melden.Kirche: Weder leichtfertig noch willkürlich reagiertWeitere Details zur Anzahl der möglichen Vorfälle und ihrer Schwere wurden nicht bekannt gegeben. Frank Lenk, externer Sprecher der Bremischen Evangelischen Kirche, zu BILD: „Die hausinterne Aufklärung läuft noch. Es gab aber klar diese Vorwürfe. Denen sind wir nachgegangen und haben dann reagiert. Das wurde weder leichtfertig noch willkürlich getan.“ Eine Anzeige wurde seitens der Kirche nicht erstattet. Vyacheslav Varavin, Fachanwalt für Strafrecht aus Hannover, schätzt für BILD den Fall ei...


