Unterschiede in den Bundesländern - So viele Väter nutzen ihre Elternzeit
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Unterschiede in den Bundesländern: So viele Väter nutzen ihre ElternzeitDer Anteil der Väter in Elternzeit hat über die Jahre kontinuierlich zugenommen Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpaDanielPuskepeleitis16.04.2026 - 16:05 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenWiesbaden – In Deutschland werden seit Jahren immer weniger Babys geboren, schätzungsweise 650.000 waren es im vergangenen Jahr. Damit ist auch die Zahl der Väter und Mütter in Elternzeit das vierte Mal in Folge gesunken. Bundesweit haben 1,61 Millionen Menschen im vergangenen Jahr Elterngeld bezogen – zusammengerechnet macht das mehr als 7,1 Milliarden Euro aus. Das sind 3,7 Prozent weniger als 2024 und sogar 13,9 Prozent weniger als 2021, teilte das Statistische Bundesamt mit. Weitgehend konstant geblieben ist der Anteil der Männer, die für den Nachwuchs eine berufliche Auszeit nehmen. Bei allen Elterngeld-Empfängern lag der Anteil der Väter bei 25,9 Prozent (2024: 25,8 Prozent). Dabei gibt es regionale Unterschiede. In Sachsen war der Väteranteil mit 30 Prozent am höchsten, gefolgt von Baden-Württemberg (28 Prozent) und Bayern (27,6 Prozent). Am niedrigsten waren die Werte in Bremen (21,5 Prozent) und im Saarland (21 Prozent).Noch größer waren die Unterschiede bei der Dauer der Elternzeit. Die 1,19 Millionen Frauen planten den Bezug des Elterngelds durchschnittlich für 14,9 Monate. Bei den 417.000 Männern waren es gerade einmal 3,8 Monate im Schnitt. „Hier zeigt sich eine geschlechtsspezifische Verteilung von Sorgearbeit, die sich, das wissen wir aus der Forschung, im Verlauf der weiteren Erziehungsjahre fortsetzen wird“, kritisiert Bettina Kohlrausch (49), wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. „Diese ungleiche Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit geht für Mütter mit erheblichen sozialen Risiken, zum Beispiel einer niedrigen Rente, einher.“Mehr zum Thema106,6 Milliarden Euro Budget: Leistungen, die der Staat heute f...




