Uno: Ein Zehntel der Ozeane steht nun unter Schutz
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Angaben der Vereinten Nationen Ein Zehntel der Ozeane steht nun unter Schutz Die Weltgemeinschaft hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Insgesamt 10,01 Prozent der Ozeane sind offiziell als Schutz- und Erholungsgebiete ausgewiesen. Doch bis 2030 muss laut Uno noch mehr Meer geschützt werden. 04.04.2026, 07.41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Nordatlantische Glattwale an der Wasseroberfläche der Bucht von Cape Cod, USA Foto: Robert F. Bukaty / AP / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Beim weltweiten Schutz der Ozeane sieht das Uno-Umweltprogramm (UNEP) einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mittlerweile seien 10,01 Prozent der Ozeane als geschützte Gebiete ausgewiesen, teilte die Organisation in Nairobi mit . Allerdings ist die Weltgemeinschaft damit noch weit entfernt von dem Ziel, bis zum Jahr 2030 insgesamt 30 Prozent der Ozeane unter Schutz zu stellen. Dafür fehle rein rechnerisch noch ein Gebiet etwa von der Größe des Indischen Ozeans, schreibt UNEP. Zudem war ursprünglich geplant, die Zielmarke von zehn Prozent geschützter Gebiete bereits 2020 zu erreichen. »Die Ozeane sind Oasen der Biodiversität, die Nahrung, Ressourcen und Lebensgrundlagen für Millionen von Menschen bieten und für das Überleben und die Gesundheit der Menschheit von entscheidender Bedeutung sind«, begründete Grethel Aguilar, Generaldirektorin der Weltnaturschutzunion (IUCN), die Bedeutung des weltweiten Meeresschutzes. Große Lücken beim Schutz internationaler GewässerEinem Uno-Bericht von 2025 zufolge wurden in den vergangenen Jahren insbesondere beim Meeresschutz wichtige Fortschritte erzielt. Allerdings betrafen die meisten Maßnahmen nationale Gewässer der Mitgliedstaaten. Eine Herausforderung bleibt demnach der Schutz der internationalen Gewässer auf hoher See, die mit einem Anteil von mehr als 60 Prozent den größten Teil der Weltmeere ausmachen. Doch nur 1,6 Prozent dieses Gebiets sind dem Uno-Bericht zufolge als Schutzgebiete ausgewiesen. Ein weiteres Problem: Viele Meeresschutzgebiete werden nicht »aktiv verwaltet« – das heißt, es gibt keine Kontrolle, ob Schutzbestimmungen eingehalten werden oder keine Patrouillen wie in Naturschutzgebieten am Land. Mehr zum Thema Meeresforschung: In der Ostsee ist so wenig Wasser wie seit 140 Jahren nicht. Warum das nicht nur schlecht ist Von Christoph Seidler Meeresschutz: So sollen Korallenriffe gerettet werden Von Fabius Leibrock Im Januar war der Uno-Hochseevertrag in Kraft getreten, das erste internationale Abkommen, das sich auf den Schutz der Biodiversität in den Ozeanen konzentriert. Es geht darin um den Schutz des Meereslebens auf hoher See und in der Tiefsee – also jenen Gebieten des Ozeans, die außerhalb der nationalen Hoheitsgewalt einzelner Länder liegen. Der Vertrag, über den die Mitgliedstaaten fast 20 Jahre lang verhandelt hatten, bietet zudem einen Rechtsrahmen für die Förderung der nachhaltigen Nutzung der Meeresressourcen und die gerechte Aufteilung der Vorteile aus dem in Tiefseearten vorkommenden genetischen Material. kim/dpa Startseite Feedback



