Ungarn: Viktor Orbán kündigt nach Wahlniederlage Erneuerung seiner Partei an
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Erstes Interview nach Wahlniederlage Orbán kündigt »vollständige Erneuerung« seiner Partei an Die Ungarn haben Viktor Orbán abgewählt, dieser will angeblich nun Konsequenzen daraus ziehen: Man müsse sich neu erfinden. Dies gelte nicht nur für seine Partei, sondern auch für die anderen Kräfte im rechten Lager. 17.04.2026, 03.20 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Viktor Orbán am Tag der Wahlniederlage in Budapest: »Irgendwie diesen Schock überwinden« Foto: Bernadett Szabo / REUTERS aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Ungarns scheidender Ministerpräsident Viktor Orbán hat eine »vollständige Erneuerung« seiner rechtsnationalistischen Fidesz-Partei angekündigt. »Wir können nicht so weitermachen«, sagte Orbán am Donnerstag in seinem ersten Interview seit seiner Wahlniederlage am Sonntag, das live auf dem Youtube-Kanal Patriota übertragen wurde. »Eine vollständige Erneuerung ist notwendig.« Dies gelte nicht nur für seine Partei, sondern auch für die anderen Kräfte im rechten Lager. Bei der Wahl am Sonntag hatte die konservative Tisza-Partei von Oppositionsführer Péter Magyar eine Zweidrittelmehrheit im Parlament errungen, was dem künftigen Regierungschef grundlegende Reformen ermöglicht. Magyar löst damit den EU-kritischen und Kreml-freundlichen Ministerpräsidenten Orbán nach 16 Jahren an der Macht ab. Zuletzt schien Orbán jedes Maß verloren zu habenOrbán sagte in dem Interview auf dem YouTube-Kanal Patriota, er versuche, »irgendwie diesen Schock zu überwinden«. Als Parteivorsitzender übernehme er die »volle Verantwortung«. In letzter Zeit schien Orbán jedes Maß verloren zu haben (mehr hier ). Vor Jahren noch hatte er seine Propaganda dosiert eingesetzt, galt in der EU als harter Verhandler, der pragmatisch Zugeständnisse eingefordert hatte. Zuletzt hatte er knallhart 90 Milliarden Euro an Hilfen für Kyjiw gestoppt. Er hatte beharrlich gute Kontakte mit dem weltweit geächteten russischen Präsidenten Wladimir Putin gepflegt. Der soll ihm, so berichteten ungarische Investigativjournalisten, sogar sinistre Wahlhelfer, Manipulationsexperten, zu Hilfe geschickt haben. Mehr zum Thema Orbáns Abwahl: Demokratien können sich selbst heilen. Ungarn hat es bewiesen. Der SPIEGEL-Leitartikel von Mathieu von Rohr Lob der EU: Die vielen Vorzüge der Brüsseler Konsensmaschine Eine Kolumne von Michael Sauga Wahl in Ungarn: Das Ende des Autokraten Orbán Ein politischer Nachruf von Jan Puhl, Budapest Magyar hatte nach seinem Wahlsieg umfassende Reformen und einen »vollständigen Regimewechsel« angekündigt. Das neu gewählte Parlament soll laut nach seinen Angaben Anfang Mai erstmals zusammenkommen. Die Ungarn haben den übermächtig erscheinenden Viktor Orbán abgewählt, vor drei Jahren gelang der Opposition in Polen ein ähnlicher Erfolg. Nationalpopulisten zu besiegen, ist nicht einfach. Aber möglich. Lesen Sie hier mehr . jon/AFP Startseite Feedback



