Umstrittene Pläne: Lasst den Eheleuten das Splitting
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Umstrittene Pläne : Lasst den Eheleuten das Splitting Ein Kommentar von Patrick Bernau05.06.2026, 16:48Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenEin frisch verheiratetes Brautpaar nach der Trauung in Frankfurt am Main.Lucas BäumlImmer lauter werden die Forderungen, dass Ehepartner einzeln besteuert werden sollen. Es gibt bessere Ideen. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Was ist die Ehe? Ist sie eine Zweckgemeinschaft zweier Individuen, in der jeder vor allem sich selbst treu bleibt? Oder ist sie ein Zusammenschluss von zwei Leuten, die sich vornehmen, das Leben als eine Einheit zu meistern? Darauf müsste man sich einigen, bevor man die Besteuerung auf den Kopf stellt.Seit Jahren taucht die Idee immer wieder auf wie ein Gespenst: Ehepartner sollen ihre Steuern nicht mehr gemeinsam zahlen, sondern einzeln. Zuletzt hat in der vergangenen Woche eine bemerkenswert breite Gruppe von Ökonomen einen Plan dafür vorgelegt. Ehepartner könnten einander zwar noch einen Freibetrag übertragen. Doch im Grundsatz soll gelten: Jeder zahlt für sich allein. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Für einen Finanzminister mit Haushaltslöchern ist das superIm Familienrecht läuft das immer noch anders. Wenn Ehepaare nichts anderes vereinbaren, steht das Einkommen beiden zu. Spätestens bei der Scheidung oder nach dem Tod wird es jedem zur Hälfte zugewiesen, bevor man überhaupt übers Erben nachdenkt. Bisher folgt auch die Steuer dieser Logik. Entscheiden sich die Ehepartner für die sogenannte „gemeinsame Veranlagung“, dann zahlen sie ihre Steuern so, als hätte jeder die Hälfte erwirtschaftet.Finanzminister Klingbeil und die Ökonomen wollen davon weg. „Abschaffung des Ehegattensplittings“ nennen sie es. Weil man für höhere Einkommen viel mehr Steuern zahlt als für niedrige, würden die Steuern des Hauptverdieners stärker erhöht, als der Zweitverdiener spart.Das Ziel: Wenn der Zweitverdiener nicht mehr so viel Steuern zahlt, arbeitet er...





