Umfrage unter Eltern: Gewalt in der Kindererziehung in Frankreich weit verbreitet
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Umfrage unter Eltern : Gewalt in der Kindererziehung in Frankreich weit verbreitet17.04.2026, 19:42Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenKinderschützer warnen vor den Folgen körperlicher Strafen.dpaGewalt gehört in vielen Familien Frankreichs weiter zum Alltag, zeigt eine neue Umfrage. Eine Kinderschutzbeauftragte warnt vor Verharmlosung. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Ein Viertel der französischen Eltern ist noch immer davon überzeugt, dass Schläge auf den Po eine effiziente Erziehungsmethode seien. „Alltägliche Gewalt zu erzieherischen Zwecken wird stark verharmlost und gilt als normal“, erklärte die französische Stiftung für die Kindheit, die am Freitag eine Umfrage zu dem Thema vorstellte. Demnach ist knapp ein Drittel der Eltern überzeugt, dass manche Kinder körperliche Strafen „brauchen“, um zu lernen, sich richtig zu verhalten. Etwa 23 Prozent seien der Meinung, dass es rechtens sei, körperliche Strafen einzusetzen.Rund 37 Prozent der befragten Eltern räumten ein, ihren Kindern in den zwölf vergangenen Monaten mindestens einmal körperliche Gewalt angetan zu haben. „Es gibt kein 'bisschen' Gewalt“, betonte die Kinderschutzbeauftragte Sarah el Haïry. Sie warnte vor Traumata, bleibenden Folgen und vor allem vor der Reproduktion der Gewalt durch die Kinder. Die Eltern müssten besser aufgeklärt werden, wie sie in manchen Situationen reagieren könnten, räumte sie ein.Für die Umfrage des Ifop-Instituts wurden gut 1000 Eltern von Kindern im Alter bis zu 17 Jahren befragt.Gewalt gegen Kinder in Frankreich erst seit 2019 verbotenTatsächlich war körperliche Gewalt gegen Kinder in Frankreich lange nicht ausdrücklich verboten. Während Eltern und Lehrern in Deutschland die körperliche Züchtigung seit dem Jahr 2000 strafrechtlich untersagt ist, verabschiedete Frankreich erst 2019 ein entsprechendes Gesetz, in dem es heißt: „Elterliche Autorität wird ohne körperliche oder psychische Gewalt ausgeübt.“Das höchste Berufungsgericht bekräftigte Anfang 2026,...





