Tutsi-Völkermord: Gericht lässt Verfahren gegen Witwe des früheren ruandischen Staatschefs zu
•Tutsi-Völkermord : Gericht lässt Verfahren gegen Witwe des früheren ruandischen Staatschefs zuVon Michaela Wiegel, Paris06.05.2026, 17:26Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenAgathe Habyarimana i...
•April 2014.AFPDie französische Justiz nimmt Agathe Habyarimana ins Visier.
•Menschenrechtsaktivisten hatten befürchtet, das Verfahren könnte eingestellt werden.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App 32 Jahre nach dem Völkermord an den Tutsi in Ruanda...
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Tutsi-Völkermord : Gericht lässt Verfahren gegen Witwe des früheren ruandischen Staatschefs zuVon Michaela Wiegel, Paris06.05.2026, 17:26Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenAgathe Habyarimana in einem Pariser Gericht am 30. April 2014.AFPDie französische Justiz nimmt Agathe Habyarimana ins Visier. Menschenrechtsaktivisten hatten befürchtet, das Verfahren könnte eingestellt werden.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App 32 Jahre nach dem Völkermord an den Tutsi in Ruanda hat die französische Justiz strafrechtliche Ermittlungen gegen Agathe Habyarimana, die Witwe des ehemaligen ruandischen Präsidenten, angeordnet. Das Berufungsgericht in Paris lehnte es am Mittwoch ab, das Strafverfahren gegen die inzwischen 83 Jahre alte Frau einzustellen. Habyarimana lebt seit drei Jahrzehnten in der Nähe von Paris. Sie gilt als eine der Propagandachefinnen, die den Vernichtungswahn gegen die Tutsi anstachelten. Die ruandische Justiz will sie vor Gericht stellen.Vermutlich auf Geheiß des damaligen französischen Präsidenten François Mitterrand wurde die Führungsriege um die Witwe Habyarimanas nach Beginn der Massaker als Erste ausgeflogen. In Frankreich wurde sie von Mitterrand mit Blumen empfangen. Er ließ ihr aus dem Budget des Kooperationsministeriums 200.000 Francs für ihre Eingewöhnung zukommen.Aufenthaltsstatus ist weiterhin ungeklärtEin Asylantrag Habyarimanas wurde im Oktober 2009 abgelehnt. Es gebe „ernsthafte Gründe anzunehmen, dass sie sich Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht hat“, hieß es damals. Ihr Aufenthaltsstatus ist weiterhin ungeklärt. Aber die französischen Behörden lieferten sie auch nicht an die Justiz in Ruanda aus.Der Opferschutzverband „Collectif des Parties Civiles pour le Rwanda" (CPCR) sieht in dem Vorgehen ein Symbol für die schizophrene Haltung Frankreichs zum Völkermord. Auf französischem Staatsgebiet leben bis heute schätzungsweise 100 Ruander, die sich aktiv an der Vorbereitung und Ausführung des Vö...المصدر: FAZ | Source: FAZ
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