Treibhausgas: Das Klimagift aus Stall, Deponie und Grube
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Treibhausgas : Das Klimagift aus Stall, Deponie und GrubeVon Frauke Zbikowski18.04.2026, 13:05Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenMülldeponien, hier eine in Kenia, sind weltweit eine Quelle für Methan.Frank RöthDer Gehalt an Methan in der Luft steigt. Satellitendaten zeigen nun genau, woher das Gas stammt. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Weniger Nutztierhaltung und bessere Entsorgung von Müll wären entscheidend, um die globalen Methanemissionen zu senken. Das schreiben Wissenschaftler von der Harvard University im Journal „Science Advances“. Denn, wie Satellitendaten ergeben, haben Tiere und Abfälle am stärksten dazu beigetragen, dass in den letzten Jahren die Methankonzentrationen in der Atmosphäre gestiegen sind.Die Förderung und Verarbeitung von Erdöl und Erdgas sowie Reisanbau tragen ebenfalls zu menschengemachten Methanemissionen bei, die Bedeutung dieser Quellen nimmt aber ab. Die Emissionen aus dem Kohlebergbau, die ebenfalls leicht sanken, haben vor allem in China von 2023 an wieder zugenommen. Gesunken ist die Menge des Gases, das aus Feuchtgebieten wie Mooren, aber auch aus tauenden Permafrostböden in der Arktis entweicht. Die Mengen des natürlichen Methans sind nur maximal halb so groß wie die Mengen, die von Menschen verursacht werden.Die Mengen werden mehr statt wenigerIm Jahr 2021 haben sich auf dem UN-Klimagipfel 149 Länder und die Europäische Union mit „Global Methan Plegde“ darauf geeinigt, die Methanemissionen bis 2030 freiwillig um 30 Prozent gegenüber dem Wert des Jahres 2020 zu senken. Dadurch würde die Erderwärmung bis 2050 um 0,2 Grad gebremst. Methan wirkt über einen Zeitraum von 20 Jahren achtzigmal so stark auf die Erwärmung wie Kohlendioxid.Die Menge an Methan in der Atmosphäre hat seitdem aber nicht abgenommen, vielmehr hat sie in der Zeit zwischen 2019 und 2024 jedes Jahr um jeweils 571 bis 601 Millionen Tonnen zugenommen. Im Jahr 2021 waren die Emissionen besonders hoch. Danach ist der Anstieg wieder etwas abgefla...

