Sudetendeutsche IN Brünn: Ein Zeichen der Versöhnung im politischen Gefecht
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Sudetendeutsche IN Brünn : Ein Zeichen der Versöhnung im politischen GefechtVon Alexander Haneke, Brünn23.05.2026, 21:19Lesezeit: 6 Min.Bildbeschreibung ausklappenTeilnehmer beim Versöhnungsmarsch von Pohořelice nach Brünn (Brno)dpaDer erste Sudetendeutsche Tag auf tschechischem Boden sorgt für heftige Debatten. Für viele ist das erst recht ein Grund, zum Versöhnungsmarsch nach Brünn zu kommen.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Knapp zwei Dutzend Gegner sind gekommen und stehen am Rande des Gräberfeldes bei Pohořelice, das zu Deutsch Pohrlitz heißt. Tschechische Fahnen flattern unter dem weiten Sommerhimmel. Auf Pappschildern wird an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Ein älterer Mann trägt Sträflingskleidung wie aus einem Konzentrationslager. Doch bis auf ein paar Zwischenrufe bleibt es ruhig.Nur ein paar Meter entfernt, auf der anderen Seite einer flachen Hecke, sind es über Tausend Menschen. Viele tragen Sportkleidung und Sonnenhüte, dazwischen einige Würdenträger. Auch der deutsche Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ist gekommen, ebenso Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (beide CSU), dazu Markéta Vaňková, die Bürgermeisterin der südmährischen Stadt Brünn (Brno). Sie sind hier, um ein Zeichen der Verständigung zu setzen an jenem Ort, an dem 890 Opfer des Brünner Todesmarsches am Rand der Landstraße liegen sollen. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Der Versöhnungsmarsch, der von Pohořelice rund 30 Kilometer zurück nach Brünn führt, ist der erste Höhepunkt des Sudetendeutschen Tages, der in diesem Jahr zum ersten Mal auf tschechischem Boden gefeiert wird. Doch was als Fest der Völkerverständigung geplant war, hat die Tschechische Republik in eine heftige Debatte gestürzt. Es geht um den Umgang mit der Erinnerung an die rund drei Millionen Deutschen, die nach dem Ende der NS-Herrschaft aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben worden waren – und es geht um die Koalitio...





