Streit wegen Irankrieg: Der Papst braucht Trump nicht zu fürchten
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Streit wegen Irankrieg : Der Papst braucht Trump nicht zu fürchten Ein Kommentar von Thomas Jansen14.04.2026, 15:03Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenPapst Leo XIV., am Dienstag unterwegs in Algerien.ReutersLeo XIV. ist wohl der einzige Akteur auf der weltpolitischen Bühne, den Amerikas Präsident nicht unter Druck setzen kann. Trumps maßlose Kritik am Papst bestätigt das. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Donald Trump hat so viele Tabus gebrochen. Da könnte man meinen: Was ist schon die persönliche Diffamierung eines Papstes oder die eigene Darstellung als Jesus Christus, wenn NATO-Austritt, Grönland-Besetzung und Zivilisationsvernichtung zur Debatte standen? Peinlich und geschmacklos, mehr nicht. Aber das würde zu kurz greifen. Der amerikanische Präsident dokumentiert damit so deutlich wie nie zuvor, dass er selbst vor religiösen Autoritäten und Gefühlen keinen Respekt hat. Das ist nicht nur für Katholiken noch einmal eine neue Dimension.Ganz überraschend kommt diese Erkenntnis zwar nicht. Dass Trump jedoch auf alle taktischen Erwägungen pfeift, um seiner Wut über einen Papst Luft zu machen, ist ein nahezu beispielloser Vorgang. Seit Napoleon Pius VI. und Pius VII. in Gefangenschaft hielt, ist ein Papst nicht mehr so respektlos behandelt worden. Allein schon taktische Überlegungen sprachen dagegen. Trump hingegen hat die Frage, wie viele Divisionen der Papst habe, offenbar in Stalins Sinne beantwortet: Keine.Maßlos egozentrischEr sieht sich sogar als indirekter Papstmacher. Leo XIV. sei nur gewählt worden, weil er zuvor Präsident der Vereinigten Staaten geworden sei, behauptet Trump. Er unterstellt, die Kardinäle hätten allein deshalb für Robert Prevost gestimmt, um einen Antitrump zu installieren, der ihn Mores lehrt. Das ist nicht nur maßlos egozentrisch, sondern falsch. Leo wurde nicht gewählt, weil, sondern obwohl er Amerikaner ist.Wie auch in anderen Fällen trifft Trump damit allerdings einen Punkt. Schon unmittelbar nach der Wahl Prevost...





