Stand der Zeitenwende: Die Bundeswehr kauft, was sie kennt, nicht, was sie braucht
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Stand der Zeitenwende : Die Bundeswehr kauft, was sie kennt, nicht, was sie braucht Gastbeitrag Von Guntram Wolff02.06.2026, 13:18Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenMitarbeiter fertigen 155-mm-Artilleriemunition im August 2025 im neuen Artilleriewerk von Rheinmetall in Unterlüß.dpaDie Zeitenwende sollte ein deutscher Aufbruch werden. Vier Jahre später zeigt sich: An der Wiederaufrüstung lassen sich vor allem die strukturellen Schwächen der Republik ablesen.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Die Zeitenwende sollte ein deutscher Aufbruch werden. Doch vier Jahre nach Olaf Scholz’ Bundestagsrede und der durch Friedrich Merz initiierten Verfassungsänderung zeigt sich: An der Wiederaufrüstung lassen sich nicht die Stärken, sondern die strukturellen Schwächen der Republik ablesen.Deutschlands im April 2026 vorgelegte Verteidigungsstrategie drückt sich um die dringend notwendige strategische Neuaufstellung. Positiv zu bewerten ist, dass Russland im deutschen Strategiepapier siebzehnmal als zentrale Bedrohung erwähnt wird. Aber ansonsten enttäuscht es. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Das Ziel, dass die Bundeswehr die „stärkste konventionelle Armee Europas“ werden wird, ist weit entfernt von einer realistischen Einschätzung angesichts von 130 kampffähigen Brigaden in der Ukraine und in Russland. In Übungen gewinnen die Ukrainer zudem regelmäßig gegen NATO-Verbände. Klarer Ausgangspunkt der Analyse sollte sein, dass Europa seine Sicherheit nur kollektiv organisieren kann und Deutschlands Streitkräfte für viele Jahrzehnte eben nicht die stärksten sein werden.Guntram Wolff ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Brüssel. Er war von 2022 bis 2024 Direktor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).DGAPLeider fällt Berlin zum Thema kollektiver Verteidigung allein die NATO unter Führung der USA ein: Die Wiederaufrüstung wird so konzipiert, dass Deutschla...

