Southampton: Antirassismus darf nicht übers Ziel hinausschießen
✨ AI Summary
🔊 جاري الاستماع
Southampton : Antirassismus darf nicht übers Ziel hinausschießen Ein Kommentar von Tatjana Heid04.06.2026, 16:23Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenErinnerung an den ermordeten Studenten Henry Nowak vor der Polizeiwache Portswood in Southampton in Südengland am 3. JuniAFPHat die britische Polizei aus politischer Korrektheit lieber einem Täter geglaubt als einem sterbenden Opfer? Gründliche Aufklärung ist nötig. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Es sind Bilder, die keines Rechtsstaates würdig sind: Ein Mann liegt schwer verletzt auf dem Boden, kann nicht atmen. Doch statt ihm zu helfen, legen Polizisten dem Sterbenden Handschellen an. Sie glauben dem Täter. Der hatte angegeben, vom Opfer rassistisch beleidigt und angegriffen worden zu sein – und die Stichwaffe aus religiösen Gründen mit sich zu führen. Das Opfer war ein weißer Student, der Täter ein indischstämmiger Sikh.Der Fall hat in Großbritannien eine Welle der Empörung ausgelöst, die schnell in rechtsextreme Gewalt umgeschlagen ist. Umso wichtiger ist, dass er nun gründlich aufgearbeitet wird. Auch damit der Wunsch der Angehörigen, die Tragödie nicht zu weiterem Hass zu instrumentalisieren, nicht genau das bleibt: ein Wunsch. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Die Strafverfolgung sollte farbenblind seinVieles deutet darauf hin, dass der Umgang mit Rassismus das Handeln der Polizisten beeinflusst hat. Und dass die „Anti-Rassismus-Verpflichtung“, die die Polizei sich vor einiger Zeit selbst gegeben hat, über das Ziel hinausgeschossen ist. Darin werden Polizisten angehalten, nicht „farbenblind“ zu sein und in ihrem Handeln „Gleichheit“ mit „Fairness“ zu ersetzen.Mehr zum ThemaGroßbritannienWenn dem verblutenden Opfer Handschellen angelegt werden



