Sensation in Berlin - Schüler (13) gräbt 2300 Jahre alte Münze aus
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Sensation in Berlin: Schüler (13) gräbt 2300 Jahre alte Münze ausDie griechische Münze aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurde in Berlin-Spandau entdecktFoto: Ulrike Scheibe/Landesdenkmalamt Berlin15.04.2026 - 14:32 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenBerlin – Ein 13-jähriger Schüler entdeckte auf einer Ackerfläche im Berliner Bezirk Spandau eine antike Bronzemünze – und machte damit eine wissenschaftliche Sensation. Denn die kleine Scheibe aus dem 3. Jahrhundert vor Christus ist der erste griechische Fund in der Geschichte Berlins.Das Fundstück ist eine hellenistische Prägung aus Ilion – dem antiken Troja im Nordwesten der heutigen Türkei. Entstanden ist es zwischen 281 und 261 vor Christus. Die Vorderseite zeigt die Göttin Athena mit korinthischem Helm, die Rückseite bildet sie mit Kopfschmuck, Speer und Spindel ab. Das Objekt wiegt sieben Gramm und misst zwölf Millimeter im Durchmesser.Rätselhafter Weg nach BerlinWie die antike Prägung ins nord-mitteleuropäische Gebiet gelangte, können Wissenschaftler bislang nicht vollständig erklären. Klar ist: Der Fundort war einst ein Gräberfeld aus der Bronze- oder frühen Eisenzeit. Experten fanden dort Keramikscherben, Leichenbrand und einen Bronzedoppelknopf.Das Archäologische Haus „Petri Berlin“Foto: Jens Kalaene/dpaAuch weitere Objekte kamen ans Licht: Gegenstände aus der römischen Kaiserzeit und ein slawischer Messerscheidenbeschlag. Die Forscher vermuten, dass das Fundstück wegen seines geringen materiellen Werts einen symbolischen Zweck erfüllte – passend zur Lage im Gräberfeld.„Wissenschaftliche Besonderheit“Das Landesdenkmalamt betont die Bedeutung: „Funde aus der klassischen Antike sind in Berlin insgesamt selten. Während römische Objekte vereinzelt, aber regelmäßig nachgewiesen werden können, fehlten bislang griechische Funde vollständig. Der aktuelle Fund stellt daher eine wissenschaftliche Besonderheit dar.“Der junge Entdecker übergab die Münze den Experten. Sie wird nun wissenschaftlich ausgewertet und...





