Seit rund vier Wochen gestrandet - Muss Timmy gefüttert werden?
✨ AI Summary
🔊 جاري الاستماع
Seit rund vier Wochen gestrandet: Muss Timmy gefüttert werden?Buckelwal Timmy hat sich am Montag erst selbst befreit und dann wieder festgeschwommenFoto: Jens Büttner/dpaLenaStoffelen20.04.2026 - 20:04 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenWismar – Seit Tagen kämpft Buckelwal Timmy vor Wismar ums Überleben. Das geschwächte Tier sitzt immer wieder fest, schafft es kurz ins freie Wasser – und strandet dann erneut. Rettungsversuche, die dem 12 Meter langen Tier viel Energie abverlangen. Viele Menschen fragen sich verzweifelt: Kann man Timmy nicht einfach füttern, damit er mehr Kraft bekommt?Kann Futter dem Buckelwal helfen?Die Idee klingt logisch: mehr Futter, mehr Kraft. Doch Expertin Bianca König von Whale and Dolphin Conservation (WDC) erklärt, warum das bei einem Buckelwal nicht so einfach ist.„Buckelwale gehören zu den wandernden Wal-Arten. Sie halten sich in unseren Wintermonaten in den warmen Gewässern der Karibik auf, um sich dort zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen. In all dieser Zeit fressen die Wale nichts, sind also sehr lange Perioden ohne Nahrung gewohnt. Erst, wenn sie in unseren Sommermonaten in die kalten Gewässer des Nordatlantiks zurückkehren, befinden sie sich in ihren Nahrungsgründen und nehmen die Jagd wieder auf.“ Heißt: Wochen- oder sogar monatelang nichts zu fressen, ist für diese Tiere normal.Bianca König ist Pressesprecherin von Whale and Dolphin Conservation (WDC)Foto: Whale and Dolphin ConservationDer Wal lebt von seiner FettschichtDazu kommt: Buckelwale besitzen eine dicke Fettschicht, den sogenannten Blubber. Diese mehrere Zentimeter starke Schicht ist ihr Energiespeicher. Von diesen Reserven zehren sie während ihrer langen Wanderungen – und auch in den Monaten, in denen sie gar nichts fressen.Der Blubber schützt außerdem vor Kälte und stabilisiert den Körper. Ein Buckelwal ist biologisch also darauf ausgelegt, lange ohne Nahrung auszukommen. Kurzfristig kein Futter zu bekommen, ist für ihn nicht automatisch lebensbedro...




