Sechds Millionen Tote liegen unter der Metropole - Katakomben von Paris öffnen wieder
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Sechs Millionen Tote liegen unter der Metropole: Katakomben von Paris öffnen wiederFoto: Sabine Glaubitz/dpa08.04.2026 - 12:26 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenParis – Gestapelt liegen sie da: Skelette neben Schädeln. Die Überreste von sechs Millionen Menschen, tief unter der Stadt des Lichts. Nach einem halben Jahr Dunkelheit öffnen die Pariser Katakomben wieder ihre Tore. Besser geschützt. Mit neuen Geheimnissen.Ein Ort auf der KippeIsabelle Knafou, Leiterin des Museums, schlägt Alarm: Der Ort ist in Gefahr. Seit über 200 Jahren ist die Anlage für Besucher geöffnet – eine Dauerbelastung. Jeder Tag ein Kampf gegen die Zeit. Die Gänge sind feucht, die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 90 Prozent. Mikroorganismen befallen die Gebeine, greifen sie an, zersetzen langsam das, was Jahrhunderte überdauert hat. Kohlendioxid und Bakterien beschleunigen den Verfall – eingeschleppt von bis zu 600.000 Besuchern jährlich. Das empfindliche Klima im Inneren der Anlage verändert sich. Unaufhaltsam.Die neue Technik gegen den VerfallModerne Luftaufbereitungssysteme sollen nun helfen. Neue technische Anlagen wurden installiert, damit die Katakomben auch in den kommenden Jahrhunderten erhalten bleiben. Eine Rettungsmission für die Gebeine der Toten.Neue Scheinwerfer enthüllen, was zuvor im Schatten lag: Wie tief die Architektur aus Gebeinen wirklich reicht. Wie monumental die Wände aus menschlichen Überresten sind. Schädel an Schädel, Knochen an Knochen: Arbeiter schichteten vor 200 Jahren die Gebeine zu bizarren Wänden. Ein grausiges Kunstwerk.Als die Friedhöfe überquollenAls die Seuche drohte: Paris im 18. Jahrhundert. Die Friedhöfe quollen über, Leichen stapelten sich. Die Lebenden fürchteten um ihre Gesundheit.Die Lösung: Ab 1786 verfrachtete Paris seine Toten in die Tiefe. Sechs Millionen Skelette wanderten in ausgediente Steinbrüche unter der Stadt. Erst 1809 öffnete die Anlage für die Öffentlichkeit. 1810 kam die makabre Neugestaltung: Aus dem Chaos wurde Ordnung.Da...



