„Science Kardashians“: Wie Twitter für wissenschaftlichen Erfolg sorgt
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„Science Kardashians“ : Wie Twitter für wissenschaftlichen Erfolg sorgtVon Nikolai Ott26.05.2026, 12:38Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenBerühmt durch bekannte Arbeiten? Oder berühmte Forschung durch seine bekannte Persönlichkeit? Wahrscheinlich beides: der Ökonom und Nobelpreisträger Daron Acemoglu.Picture AllianceDie Kardashians sind berühmt für ihre Berühmtheit. Eine Studie von Ökonomen der TU Dresden zeigt, wie das von der Großfamilie entworfene System auch in den Wissenschaften gilt. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Dass der amerikanische Traum, von Müllabfuhrdienst-Betreibern zu Reality-Stars, noch lebt, beweist eine Großfamilie seit Jahren. Von Kylie Jenner bis Kim Kardashian – wer zur Riege jener Dynastie gehört, kann sich des Ruhms sicher sein, zumindest wenn man die Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie gekonnt bespielt. Nicht ohne Grund hatte eine Journalistin schon 2014 den Kardashian-Clan als „schrecklich bekannte Familie“ bezeichnet.Im Bewusstsein, dass der Erfolg von Kim und Co. pars pro toto für eine Transformation der Öffentlichkeit stehe, hatte der Professor Neil Hall im gleichen Jahr einen „Kardashian Index“ für die Wissenschaft ausgerufen. Ein „Science Kardashian“ sei jemand, der für seine Bekanntheit eingeladen oder zitiert werde – oder in anderen Worten: jemand, der berühmt für seine Berühmtheit sei. Quantifizierbar wird Prominenz bei Hall dabei durch Twitter (heute: X): Wer viele Follower habe, werde öfter zitiert. Doch nur wer ein besonders unausgeglichenes Verhältnis von Followern und Zitationen vorweise, könne sich einen aufrichtigen „Science Kardashian“ nennen. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Per „Twitter-Star“ zum anerkannten Experten?Was bei Hall noch als humoristisches Pejorativum intendiert war, hatte in der COVID-19-Pandemie konkrete Auswirkungen. Eine neue Studie von Christian Leßmann, Ali Önder und Maximilian Rose zeigt das jetzt eindrücklich: Wer vor der...





