Schwarz-rote Reformen: Des Kanzlers neue Hoffnung
Schwarz-rote Reformen : Des Kanzlers neue HoffnungVon Ralph Bollmann09.06.2026, 10:24Lesezeit: 7 Min.Bildbeschreibung ausklappenProteste gegen den Kanzler: Friedrich Merz beim Deutschen Gewerkschaftsbund Mitte MaiEPAFriedrich Merz wurde von Gewerkschaftern ausgebuht. Jetzt sollen ausgerechnet sie ihn retten. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Jetzt also doch. Lange wollte die Bundesregierung aus Union und SPD ihre geplanten Großreformen in einem möglichst kleinen Kreis beraten. Drei Sherpas sollten die Entscheidungen vorbereiten, ein Koalitionsausschuss aus neun Leuten sollte sie treffen. Über Gesundheit und Rente berieten oder beraten Kommissionen, auch sie zur Verschwiegenheit verpflichtet. Was dabei herauskäme, würden die Leute noch früh genug erfahren.Im Fall der Gesundheitsreform hat das Prinzip ganz gut funktioniert, ansonsten eher schlecht. Beschlüsse wie die steuerfreie Arbeitgeberprämie für die Energiekosten flogen der Regierung schon in der Länderkammer um die Ohren, weil sie auch mit den stolzen Ministerpräsidenten kaum ein Wort gewechselt hatte. Inzwischen gebe es mit den Landeshauptstädten einen regen Austausch über die Reformpläne, wird in Berliner Koalitionskreisen versichert. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Ausgebuht und ausgelachtSchwerer wogen die Zusammenstöße, die führende Kabinettsmitglieder im Lager der jeweils gegenläufigen Sozialpartner erlebten. Als Kanzler Friedrich Merz Mitte Mai auf einem Kongress des Gewerkschaftsbunds DGB die geplante Rentenform zu einer Frage der Grundrechenarten erklärte, wurde er von Teilen des Publikums ausgebuht. Schon ein halbes Jahr zuvor war es der sozialdemokratischen Sozialministerin Bärbel Bas auf dem Arbeitgebertag ähnlich ergangen. Dort war sie ausgelacht worden, als sie erläuterte, dass die beschlossene Rentengarantie ja bloß aus Steuermitteln finanziert werde und deshalb nicht auf Beiträge und Arbeitskosten draufschlage.In der kommenden Woch...المصدر: FAZ | Source: FAZ
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