Reform der Riester-Rente: Private Altersvorsorge ist keine Spielwiese für Staatswirtschaft
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Reform der Riester-Rente : Private Altersvorsorge ist keine Spielwiese für Staatswirtschaft Gastbeitrag Von Peter Schwark30.04.2026, 13:49Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenAn der Frankfurter Börse: Miniaturbullen als Glücksbringer in schwierigen Zeiten?dpaDie Riester-Rente bedurfte der Reform. Aber das neue staatliche Standarddepot darf nicht den Markt verzerren.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Das vom Bundestag Ende März verabschiedete Altersvorsorgereformgesetz steht für einen dringend erwarteten Neustart der geförderten privaten Altersvorsorge in Deutschland. Die Reform war insofern überfällig, als die bisherige Riester-Rente die ihr zugedachte Funktion einer tragenden Säule der Alterssicherung seit Langem nicht überzeugend erfüllte. Eine zentrale und zugleich hochproblematische Frage wartet aber noch auf Klärung: Wie passt es in eine marktwirtschaftliche Ordnung, dass sich auch der Staat als Anbieter privater Altersvorsorge betätigen will?Dass er sich betätigen soll, hat die Regierungskoalition mit dem neuen Gesetz im Grundsatz beschlossen. Wie er es tun will, soll die Regierung allerdings erst demnächst mit einer Rechtsverordnung näher klären. Um das Problem einzuordnen: Die Reform soll die Verbreitung privater Vorsorge unter anderem dadurch voranbringen, dass künftig eine breite Vielfalt kapitalmarktnaher Produkte ohne Garantien förderfähig ist. Um aber Verbraucher vor Verwirrung zu schützen, muss jeder Anbieter künftig zwingend ein sogenanntes Standarddepot im Programm haben, das ein gesetzlich definiertes Risikoprofil erfüllt, verbunden mit einem angesichts komplexer Förderregeln restriktiven Kostendeckel von einem Prozent.Der Staat betritt einen ordnungspolitisch hochsensiblen BereichUnd nun kommt zusätzlich noch dies hinzu: Die Reform sieht vor, ein solches Standarddepot in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft in den Markt zu bringen. Damit betritt der Staat einen ordnungspolitisch hochsensiblen Bereich. Er wird nicht...





