Randalierer in Frankreich: 22.000 Polizisten konnten die Gewalt nicht verhindern
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Randalierer in Frankreich : 22.000 Polizisten konnten die Gewalt nicht verhindernVon Michaela Wiegel, Paris02.06.2026, 19:32Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenEin brennendes Auto in Paris nach dem Sieg von PSG im Champions-League-Finale am SamstagAFPPremierminister Lecornu will Randalierer aus der Nacht des Champions-League-Finales härter bestrafen. Rechte und linke Politiker deuten den Ursprung der Gewalt unterschiedlich.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App In Frankreich überwiegt nach den Krawallen in Paris und in mehreren anderen Städten politische Ratlosigkeit. Trotz eines Großaufgebots von 22.000 Polizisten gelang es am Samstag nicht, die Randalierer unter Kontrolle zu halten und Sachbeschädigungen zu verhindern. 178 Ordnungshüter wurden beim Einsatz verletzt, einige zum Teil schwer. Die Polizei nahm 890 mutmaßliche Gewalttäter fest, die nach dem Sieg des Pariser Fußballklubs PSG im Champions-League-Finale in mehreren Stadtteilen der Hauptstadt randaliert hatten. Es kam zu Brandstiftungen und schwerer Sachbeschädigung.Vor dem Pariser Strafgericht findet derzeit das Nachspiel statt. Die meisten Angeklagten sind männlich (98 Prozent), ein Drittel davon minderjährig. Nur eine Minderheit hat bereits ein Vorstrafenregister. Sie kommen überwiegend aus den Vorstädten, die Paris umgeben. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Aus Sicht des Politikwissenschaftlers Fabien Jobard entspricht das der Soziologie des ursprünglichen PSG-Fanklubs. Die meisten Anhänger stammten aus Wohngebieten, die durch wiederkehrende Zusammenstöße der Bewohner mit der Polizei geprägt seien. Die Grenze zwischen einer festlichen Demonstration und dem Willen, sich mit der Polizei anzulegen, sei für diese jungen Männer fließend. „Bestimmte Minderheitengruppen nutzen solche Versammlungen, um ihre Unzufriedenheit und ihre Feindseligkeit gegenüber der Polizei zum Ausdruck zu bringen“, sagte Jobard.Bereits vor einem Jahr...


