Probleme mit Dialekt: Künstliche Intelligenz versteht kein „Meenzerisch“
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Probleme mit Dialekt : Künstliche Intelligenz versteht kein „Meenzerisch“27.05.2026, 08:13Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenWas babbelt der da? KI-Assistenten würden sich schwer damit tun, die Wortbeiträge der Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz“ ins Hochdeutsche zu übertragen.Cornelia SickKünstliche Intelligenz kann mit Mundart wenig anfangen, wie eine Studie aus Mainz bestätigt. Fatal ist das nicht nur für den rheinhessischen Dialekt.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Was ist ein „Rachebutzer“? Ein „frecher, rotznäsiger Bengel“, schreibt ChatGPT, nach der Bedeutung dieses Mainzer Dialektworts gefragt. Falsche Antwort: Unter „Rachebutzer“ versteht der „Meenzer“ einen sauren Wein. Das Beispiel stammt aus einer Untersuchung von Sprachforschern der Gutenberg-Universität, die zu dem Schluss kommt: Künstliche Intelligenz versteht die Mainzer Mundart nicht.Die Wissenschaftler erstellten zunächst ein maschinenlesbares Lexikon mit 2351 Mainzer Dialektwörtern und ihren hochdeutschen Übersetzungen. Dann ließen sie verschiedene Open-Source-Sprachmodelle die Bedeutung der „meenzerischen“ Wörter erklären und hochdeutsche Ausdrücke in den lokalen Dialekt übertragen. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Beim Erzeugen von Wortdefinitionen lag die KI durchschnittlich in vier Prozent der Fälle richtig. Von den Mundartwörtern, die aus hochdeutschen Begriffen generiert werden sollten, waren sogar nur 0,6 Prozent korrekt. Auch mit zusätzlichen Hilfen lag die Trefferquote immer unter zehn Prozent.Mehr zum ThemaFAZ+SprachforschungDie Rückkehr des Dialekts




