Pro und Contra in der BILD-Redaktion - Sollen wir Timmy retten – oder nervt er nur noch?
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Pro und Contra in der BILD-Redaktion: Sollen wir Timmy retten – oder nervt er nur noch?Wal Timmy in der Bucht von PoelFoto: Jens Büttner/dpaPatriciaPlatielWalter M.Straten21.04.2026 - 13:57 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenLasst Timmy in Ruhe – wir haben größere SorgenVon Patricia PlatielGanz Deutschland schaut auf einen Wal. Timmy liegt vor Poel, schwer krank, geschwächt, orientierungslos. Und wieder zeigt sich: Wenn es um Tiere geht, verlieren wir jedes Maß.Nicht falsch verstehen: Ich mag Tiere. Aber ich mag Menschen mehr.Während wir mit großem Aufwand versuchen, einen einzelnen Wal zu retten, verschwinden in Deutschland jeden Monat rund 10.000 Industriearbeitsplätze. Mecklenburg-Vorpommern kämpft mit Abwanderung und wirtschaftlicher Schwäche – doch die Republik diskutiert: Wie retten wir Timmy?Das ist aus der Balance geraten.Selbst Experten sagen: Die Chancen stehen schlecht. Greenpeace etwa beteiligt sich nicht an der Rettung und geht davon aus, dass Timmy es kaum schafft – und sogar in der Nordsee ertrinken könnte. Die unbequeme Frage lautet deshalb: Retten wir hier wirklich – oder verlängern wir nur das Leiden? Und genau hier muss man sich ehrlich machen: Natur ist nicht immer schön. Natur ist auch hart. Tiere sterben. Jeden Tag. Der Fall Timmy zeigt vor allem eines: Wir haben den Blick für Prioritäten verloren.Foto: BILDTut alles, um Timmy zu retten Von Walter M. StratenNatürlich kann man mit der Geldkeule kommen und schnöde vorrechnen, dass die Rettung eines Tieres zu teuer sei angesichts unserer Probleme. Ist das wirklich so? Viele Menschen würden gerne diesen Preis zahlen, wenn der Wal überlebt. Diese geschundene Kreatur, biologisch ein Säugetier wie wir Menschen, berührt die Herzen. Warum hätte BILD ihm sonst einen Namen geben sollen? Sehnen wir uns in dieser kriegerischen und unübersichtlichen Welt nicht nach einem Timmy-Happy-End vor unserer Haustür? Wir Menschen haben auch eine Bringschuld. Der Wal hat sich nicht verirrt, weil er die Osts...




