Premiere am Deutschen Theater - Dürrenmatts „Die Physiker“ erschreckend aktuell
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Premiere am Deutschen Theater: Dürrenmatts „Die Physiker“ trifft Nerv der ZeitDas Stück spielt in einer psychiatrischen Klinik, in der drei vermeintlich wahnsinnige Physiker leben: Möbius (Anja Schneider, v. l.), Newton (Mareike Beykirch) und Einstein (Carmen Steinert)Foto: Eike WalkenhorstCatrinSieger25.04.2026 - 09:33 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenBerlin-Mitte – Premierenabend im Deutschen Theater: Bastian Kraft (46) bringt Dürrenmatts Klassiker „Die Physiker“ auf die Bühne – ein Stück aus längst vergangen geglaubten Zeiten atomarer Bedrohung, das heute aber wieder erschreckend aktuell wirkt. Ulrich Matthes (66) spielt die Irrenärztin Dr. von Zahnd – eine ungewöhnliche Cross-Gender-Besetzung, in der die drei Physiker konsequent von Schauspielerinnen verkörpert werden. Warum, bleibt unklar.Genie im Wahnsinn: Möbius und die tödliche WeltformelMöbius hat die Weltformel entdeckt – eine Erkenntnis, in falschen Händen könnte sie den Untergang der Menschheit bedeuten. Um sie zu schützen, zieht er sich in inszenierten Wahnsinn zurück und lässt sich in ein Sanatorium unter der Leitung von Dr. Mathilde von Zahnd einweisen. Doch Sicherheit gibt es auch hier nicht: Drei Krankenschwestern werden ermordet, weil sie zu viel wissen. Was als komödiantischer Kriminalfall beginnt, entpuppt sich als perfides Spiel um Macht und Kontrolle, in dem nichts ist, wie es scheint.Oberschwester Martha Boll (Alexje Lochmann) berichtet Dr. von Zahnd (Ulrich Matthes) von den Taten und zeigt die wachsende Unruhe im Haus – schließlich wurden bereits zwei Krankenschwestern von Patienten ermordetFoto: EIKE WALKENHORSTWer trägt die Verantwortung für gefährliches Wissen?Mehr als sechzig Jahre nach der Uraufführung haben sich die Fronten verschoben, die Systeme sind komplexer geworden – doch die Frage, wer Verantwortung für gefährliches Wissen trägt, ist in Zeiten der KI dringlicher denn je. Krafts Inszenierung bleibt nah am Text und vertraut auf dessen Kraft. Gerade durch den starken K...





