Präsident Jakov Milatović: „Unser EU-Beitritt wäre größer als Montenegro selbst“
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Präsident Jakov Milatović : „Unser EU-Beitritt wäre größer als Montenegro selbst“Von Michael Martens, Wien14.04.2026, 20:03Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenJakov Milatović während eines Gesprächs Anfang September in IstanbulAnadolu/Picture AllianceMontenegro gilt als Vorreiter unter den EU-Beitrittskandidaten. Am Mittwoch will Präsident Jakov Milatović in Berlin für die Erweiterung werben.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Herr Präsident, die Europäische Kommission feiert Montenegro als „Vorreiter“ unter den Beitrittskandidaten. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagt, die Erweiterung sei erstmals seit vielen Jahren eine realistische Möglichkeit. Halten Sie an dem Ziel fest, dass Montenegro in zwei Jahren der EU beitritt?Ja, das tun wir. Montenegro soll bis 2028 der 28. Mitgliedstaat der EU werden – das halten wir weiterhin für realistisch. Wenn Präsidentin von der Leyen anerkennt, dass Montenegro ein Vorreiter ist, ist das für uns keine Neuigkeit – das ist schon seit geraumer Zeit so. Von allen zehn Kandidatenländern ist Montenegro das einzige, das alle Verhandlungskapitel eröffnet hat. Wir haben auch die meisten geschlossen: bis heute 14. Während der zyprischen Ratspräsidentschaft wollen wir weitere schließen. Wir hoffen, bis Ende dieses Jahres oder im Laufe kommenden Jahres alle Kapitel geschlossen zu haben, damit die zweite Hälfte des Jahres 2027 und vielleicht noch 2028 für die Ratifizierung von Montenegros EU-Beitritt in den Parlamenten der 27 Mitgliedstaaten bleibt. Ob der Beitritt dann 2028 oder 2029 sein wird, ist nicht entscheidend – aber er soll noch in der Amtszeit der jetzigen Kommission erfolgen.Ist das realistisch?Es ist ein Ausgangsszenario. Der Beitrittsprozess hat sich nach Russlands Überfall auf die Ukraine Anfang 2022 verändert. Europäische Politiker – in Brüssel und in den Mitgliedstaaten – haben verstanden, dass die Erweiterung mehr ist als ein technischer Prozess. Sie haben verstanden, dass sie e...


