Pipeline-Transitstopp: Wie Moskau mit kasachischem Öl Berlin unter Druck setzen will
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Pipeline-Transitstopp : Wie Moskau mit kasachischem Öl Berlin unter Druck setzen willVon Friedrich Schmidt23.04.2026, 21:28Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenEin Messgerät an der Druschba-Pipeline in Brody in der UkraineReutersRussland stoppt den Öltransport durch die Druschba-Pipeline nach Deutschland. So will Moskau ein Ende der ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Häfen erreichen.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Moskau will nicht länger kasachisches Öl durch seine Druschba-Pipeline in Richtung Deutschland leiten, damit die Bundesregierung Kiew dazu bringt, die Drohnenangriffe auf russische Ölumschlaghäfen einzustellen. Das folgt aus den russischen Einlassungen zu einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Dienstag, wonach Russland den Transit schon vom 1. Mai an einstellen werde. Betroffen davon ist insbesondere die PCK-Raffinerie im ostbrandenburgischen Schwedt. Sie ist wichtig für die Versorgung Berlins, großer Teile der östlichen Bundesländer sowie Westpolens mit verschiedenen Kraftstoffen.Dmitrij Peskow, der Sprecher des russischen Herrschers Wladimir Putin, bestätigte den Reuters-Bericht am Mittwochabend und erklärte die „Entscheidung“ mit „technischen Momenten“. Peskow fügte hinzu: „Alle Interessen unserer kasachischen Freunde werden auf anderen Lieferwegen gewährleistet werden.“Auch der für Energie zuständige stellvertretende Ministerpräsident Alexandr Nowak sagte, die Lieferungen, die zuvor über den nördlichen Strang der Druschba-Pipeline nach Deutschland gelangt seien, würden vom 1. Mai an „in andere logistische Richtungen gehen“ – in solche, die verfügbar seien. „Das hängt mit den technischen Möglichkeiten zum heutigen Tage zusammen.“ Nowak fügte hinzu: „Die Deutschen haben auf russisches Öl verzichtet, das heißt, bei ihnen ist alles in Ordnung.“Russland will sich weiter als „zuverlässiger Lieferant“ darstellenDer Hinweis auf „technische“ Aspekte steht in Moskau regelmäßig für politische Erwägungen, wen...




