Papst Leo in Spanien: Reise in ein politisches Minenfeld
✨ AI Summary
🔊 جاري الاستماع
Papst Leo in Spanien : Reise in ein politisches MinenfeldVon Hans-Christian Rößler, Madrid06.06.2026, 12:45Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenPapst Leo XIV. wird am Samstag vom spanischen König Felipe VI. und Königin Letizia im Königspalast in Madrid empfangen.dpaSeit 15 Jahren war kein Papst mehr in Spanien. Papst Leo XIV. droht dort in den nächsten Tagen zwischen die innenpolitischen Fronten zu geraten.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Franklin Graham kam vor dem Papst. Der evangelikale Pastor aus den USA predigte schon eine Woche vor Leo XIV. in Madrid. Mehr als 12.000 Gläubige standen bei 36 Grad Hitze vor der früheren Stierkampfarena von Vistalegre an, um mit dem Sohn des berühmten Erweckungspredigers Billy Graham zu beten. Franklin Graham ist überzeugt davon, dass Gott Donald Trump gesandt hat. Als treuer Unterstützer des Präsidenten verteidigt er ihn gegen Kritiker wie den Papst und den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, die den amerikanisch geführten Irankrieg kritisieren.In Madrid verschonte Graham seinen Landsmann Robert Prevost. Er verdammte nur gleichgeschlechtliche Ehen und Abtreibung. Aber seine Predigtreise nach Spanien war eine Botschaft, die zeigt, wie sich das erste große EU-Land verändert hat, das der neue Papst besucht: Es sind vor allem südamerikanische Einwanderer, die es dort in die evangelikalen Gemeinden zieht, die überall entstehen. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen In Madrid machen inzwischen rund tausend evangelikale den gut 700 katholischen Gemeinden Konkurrenz. Als mit Benedikt XVI. im Jahr 2011 zum letzten Mal ein Papst nach Spanien gereist war, bezeichneten sich 71 Prozent als katholisch, heute sind es nur noch 53 Prozent; nur 15 Prozent beschreiben sich als praktizierende Katholiken.Zur großen Papstmesse am Sonntag in Madrid werden am Cibeles-Platz dennoch mehr als eine Million Gläubige erwartet. Aber die Reise wird mindestens so polit...
