Ökonom Fratzscher: Goldreserven als „riesiges Sparschwein für Krisen“ – wie diese?
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Ökonom Fratzscher : Goldreserven als „riesiges Sparschwein für Krisen“ – wie diese?26.04.2026, 08:53Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenDie deutschen Goldreserven sind für viele ein emotionales Thema.Picture AllianceEin Teilverkauf der tonnenschweren deutschen Goldreserven ist bislang ein Tabu. DIW-Chef Marcel Fratzscher meint: Es wäre Zeit, das zu ändern. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Deutschland sollte nach Meinung des Ökonomen Marcel Fratzscher angesichts der aktuellen Krise einen Teil seiner Goldreserven verkaufen. „Die deutschen Goldreserven haben einen Wert von heute knapp 440 Milliarden Euro“, sagte Fratzscher, der das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin leitet, dem Nachrichtenportal „t-online“. „Das ist ein riesiges Sparschwein für Krisen. Einen zumindest kleinen Teil davon sollten wir zur Bekämpfung dieser Krise und zur Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen nutzen.“ Fratzscher nannte auch die Möglichkeit, den Erlös in die Bildung oder die Infrastruktur zu investieren.Mehr als 3000 Tonnen GoldDie Goldbestände der Deutschen Bundesbank von 3.350 Tonnen sind weltweit die zweitgrößten nach denen der USA. 1710 Tonnen davon werden in Frankfurt gelagert, 1236 Tonnen in New York und 404 Tonnen in London. „Das Gold wird von der Bundesbank verwaltet“, schränkte Fratzscher ein. „Selbst ein Bundeskanzler kann nicht einfach sagen: Ihr müsst jetzt das Gold verkaufen.“ Dennoch sprach er sich dafür aus, mit dem „Tabu“ zu brechen, diese Reserven anzutasten.Mehr zum ThemaLeserfrageSoll die Bundesbank Gold aus Amerika zurückholen?




