Niederlage für Modi: Indiens Parlament stimmt gegen Frauenquote
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Niederlage für Modi : Indiens Parlament stimmt gegen FrauenquoteVon Till Fähnders, Singapur18.04.2026, 12:03Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenIndische Abgeordnete zu Beginn einer Sondersitzung des Parlaments am Donnerstag in Neu DelhiAPFrauen sind im indischen Unterhaus stark unterrepräsentiert. Eine Quote wird daher von den meisten befürwortet. Trotzdem ist ein neues Gesetz gescheitert.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Eigentlich waren sich in Indien alle einig, dass eine Frauenquote im Parlament ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung wäre. Doch die Opposition hat am Freitag gegen ein Gesetzesvorhaben der Regierung gestimmt, mit dem die Einführung der Quote beschleunigt werden sollte. Das Gesetz sollte dafür sorgen, dass von 2029 an mindestens 33 Prozent der Sitze für Frauen reserviert werden.Die Gegner des Vorhabens kritisieren jedoch, dass die Regierung die Einführung der Quote an eine Neuziehung der Wahlkreise gebunden hatte. Infolge dieser Neuordnung wäre die Zahl der Sitze im indischen Unterhaus von derzeit 543 auf mehr als 800 Sitze erhöht worden. Die Opposition befürchtete, dass dadurch die Regionen, in denen die Regierungsparteien dominieren, an Gewicht gewonnen hätten. Das Vorhaben verfehlte mit 298 Stimmen dafür und 230 dagegen deshalb am Freitag die Zweidrittelmehrheit, die für Verfassungsänderungen notwendig ist.In den indischen Medien wurde dies am Samstag als erste große parlamentarische Niederlage für die Regierung seit ihrer Machtübernahme 2014 gewertet. Ministerpräsident Narendra Modi warf der Opposition vor, sie verhindere wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Frauenrechte. Die Opposition beschuldigte Modi, sie kurz vor zwei wichtigen Regionalwahlen in den Bundesstaaten Westbengalen und Tamil Nadu absichtlich als „frauenfeindlich“ dastehen zu lassen.Nur vierzehn bis fünfzehn Prozent Frauenanteil im UnterhausTatsächlich hatte das Parlament das Gesetz zur Frauenquote schon im Jahr 2023 f...





