Neuer FDP-Chef: Kubicki sollte seine Kritiker ernst nehmen
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Neuer FDP-Chef : Kubicki sollte seine Kritiker ernst nehmen Ein Kommentar von Friederike Haupt, Berlin02.06.2026, 17:48Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenFrisch gewählt: Wolfgang KubickiOmer MessingerWolfgang Kubicki ist neuer FDP-Chef. Die Argumente seiner Kritiker sollten ihn interessieren. Er muss überzeugen. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Die FDP hat einen neuen Vorsitzenden. Doch wird sie ihm auch folgen? Zweifel daran werfen die Umstände seiner Wahl auf. Nicht, weil er, Wolfgang Kubicki, überraschend von Marie-Agnes Strack-Zimmermann herausgefordert worden wäre. Sondern, weil diese so gut abschnitt. Sie holte knapp vierzig Prozent der Stimmen. Warum?Die Gründe sollten auch Kubicki interessieren. Zwar sieht er seine Aufgabe nun vor allem darin, nach außen zu wirken. Seine Qualitäten auf diesem Gebiet sind bekannt. Aber ein Parteivorsitzender ist mehr als ein Influencer, dessen Erfolg in Reichweite gemessen wird. Er muss eine Truppe führen. Deren Schlagkraft hängt davon ab, wie sehr sie davon überzeugt ist, sich für das Richtige zu schlagen. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Der Chef muss also Überzeugungsarbeit leisten. Ein wesentliches Problem von Kubickis Kandidatur war, dass sie alternativlos erschien. Erst zog der eine Gegenkandidat zurück, dann – zwei Wochen vor der Wahl – der zweite. Das leuchtete denjenigen ein, die Kubicki für den geeignetsten hielten. Den anderen eben nicht. Es sind nicht nur Kubicki-Gegner. Viele schätzen ihn. Aber sie wollten die Wahl haben. Das Bedürfnis war nicht neu, sondern aufgestaut. Auf Parteitagen waren in den vergangenen Jahren schon die Vorsitzenden Lindner und zuletzt Dürr durchgewinkt worden.Eindringliche AufrufeDie Aussicht, nun den nächsten abzunicken, irritierte manche ebenso wie die eindringlichen Aufrufe zu Geschlossenheit, als diene der Parteitag nur dazu, ein Bild abzugeben, und nicht auch zur Selbstfindung der FDP. Fast alle, die dort hinko...




