Neue EU-Regeln: Wird der Kampf gegen Greenwashing zum Bumerang?
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Neue EU-Regeln : Wird der Kampf gegen Greenwashing zum Bumerang?Von Katja Gelinsky, Berlin26.05.2026, 17:05Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenGesetzgebung gegen Greenwashing: Umwelt- und Klimaversprechen müssen künftig konkret belegt werden.dpaNeue Vorschriften sollen für mehr Umweltschutz sorgen – doch manche Produkte könnten in der Tonne landen. Wer ist dafür verantwortlich?Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Konsum im Einklang mit Klima- und Umweltschutz – diesem Ziel sollen europäische Vorschriften gegen Greenwashing dienen, die Hersteller und Handel zahlreicher Branchen künftig in die Pflicht nehmen. Doch das strenge Reglement für Produktwerbung, wie „klimaneutral“ oder „biologisch abbaubar“, droht zum Bumerang zu werden: Die Vorgaben der „Empowering Consumers“-Richtlinie, kurz EmpCo, könnten zur Vernichtung von Waren im Wert mehrstelliger Millionenbeträge führen.Davor warnt eine Verbändeallianz aus Industrie, Handel und Werbewirtschaft. „Eine Richtlinie, die eigentlich Nachhaltigkeit fördern soll, könnte in der Übergangsphase das Gegenteil bewirken – einwandfreie Waren sowie Verpackungen müssten sinnlos vernichtet werden“, sagte Patrick Kammerer, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes, der F.A.Z. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Wenn es so käme, wie Kammerer prophezeit, würden die europäischen Bemühungen für mehr Klima- und Umweltverträglichkeit durch die neue Regulierung ad absurdum geführt. Ein Sprecher des Bundesjustizministeriums hob jedoch gegenüber der F.A.Z. hervor: „Eine Pflicht, Produkte zu vernichten, folgt aus den Vorgaben nicht.“ Die Europäische Kommission habe vielmehr Empfehlungen für die Hersteller und den Handel veröffentlicht, wie sich auch noch Waren vermarkten ließen, die den neuen Anforderungen nicht entsprechen: indem Greenwashing-Aussagen überklebt würden oder der Handel in einem Aushang darüber informiere, welche Produktwerbung nicht mehr den EU-Vorg...




