Merz und die Erwartungen: Eine Koalition der blanken Nerven
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Merz und die Erwartungen : Eine Koalition der blanken Nerven Ein Kommentar von Jasper von Altenbockum13.04.2026, 19:22Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenWie ein Schutzschirm: Söder, Merz, Bas und Klingbeil am Montag in BerlindpaOffenbar hat Friedrich Merz gelernt, die Erwartungen nicht hochzuschrauben. Enttäuscht wurden jetzt nur diejenigen, die nichts erwartet hatten. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Jetzt ging es doch viel schneller, als es die Andeutungen des Kanzlers Ende vergangener Woche erwarten ließen. Offenbar hat Friedrich Merz daraus gelernt, dass Ungeduld und Enttäuschungen entstanden, weil zu hohe Erwartungen geweckt wurden. Enttäuschen musste er jetzt nur diejenigen, die genickt haben, als er sagte, die Bundesregierung könne nicht wie ein Schutzschirm alle Unbill der Weltpolitik von den Deutschen fernhalten.Das hatte die Erwartungen geweckt, dass die Kompensationen für gestiegene Energiepreise infolge des Irankriegs anderweitig vielleicht besser aufgehoben wären – da gäbe es genug Auswahl, von der geplanten Einkommensteuerreform bis zu den Kommunalfinanzen. Doch der Krieg am Golf und um die Blockade der Straße von Hormus sind noch nicht vorbei. Gleichzeitig verkündete die Koalition am Montag neue Belastungen, um die gesetzlichen Krankenkassen zu stabilisieren.Kommission, Ministerium, dann weitersehenDie Entlastungen sind konkret, die Belastungen bleiben im Ungefähren. Wie sie in der Krankenversorgung aussehen werden, dazu weiß die Koalition bislang nur wenig zu sagen. Sie verfährt in der Gesundheitspolitik wie in der Sozial- und Rentenpolitik: Die Empfehlungen einer Kommission werden zustimmend entgegengenommen, das jeweilige Ministerium soll einen Gesetzentwurf erstellen, dann wird man weitersehen.Das nächste Feld, auf dem so vorgetäuscht wird, es gehe ganz ohne Konflikte und parlamentarischen Schlagabtausch, wird die Rentenpolitik sein. Auch da stehen Empfehlungen einer Kommission aus, die von den Koalitionsparteien zunächst wo...




