Mehrwertsteuer: Was ohnehin kommen muss
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Mehrwertsteuer : Was ohnehin kommen muss Ein Kommentar von Jasper von Altenbockum06.04.2026, 14:40Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenAnzeigetafel einer Tankstelle in Kremmen in Brandenburg.dpaDer Irankrieg wirkt wie eine vorgezogene CO2-Preiserhöhung. Der Verzicht auf die Mehrwertsteuer ist eine Kompensation, die ohnehin kommen muss. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Vor Ostern ging es in Berlin noch darum, ob und wie die Mehrwertsteuer erhöht werden sollte. Jetzt sind vom DGB bis Jens Spahn plötzlich alle überzeugt: Die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel muss runter. Auch der Kanzler ließ vor Ostern durchblicken, dass er nichts dagegen hätte.Geklärt werden müsste nur noch, welche Lebensmittel gemeint sind (Grundnahrungsmittel, „gesunde“ – oder alle?) und was der Finanzminister dazu sagt. Das Haushaltsloch der nächsten Jahre über 140 Milliarden Euro könnte noch größer werden. Und wo bleiben Länder und Kommunen?Linke Tasche, rechte Tasche?Wie sieht es also mit der Gegenfinanzierung aus? Da war schon klar, bevor irgendein Vorschlag gemacht würde, dass SPD und DGB „die Reichen“ heranziehen würden. Das wollen sie ohnehin – wegen der Einkommensteuersenkung für mittlere und niedrige Einkommen.Der Staat würde allerdings über eine partielle Senkung der Mehrwertsteuer nur an die Verbraucher zurückgeben, was er durch gestiegene Gas- und Benzinpreise zusätzlich an Steuern einnimmt. Das kommt Bund, Ländern und Kommunen gleichermaßen zugute.Auch der Strompreis hat zu Jahresbeginn wieder angezogen, und die Deutschen warten weiter vergeblich darauf, dass der angebliche Billigstrom aus expandierenden erneuerbaren Energien bei ihnen ankommt. So- sehr also über eine Entlastung politische Einigkeit herrscht: Wenn es um effektive Kostensenkungen geht, und zwar nicht nur punktuelle und temporäre, sieht es ganz anders aus.Mehr zum ThemaEntlastung für VerbraucherErster Zuspruch aus Union für Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel




