Mandelson-Affäre: Starmer entblößt seine Regierung
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Mandelson-Affäre : Starmer entblößt seine RegierungVon Johannes Leithäuser, London02.06.2026, 15:00Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenDer britische Regierungschef Keir Starmer vor dem Regierungssitz in London am DienstagReutersWann wusste Starmer von den Kontakten zwischen Mandelson und Epstein? Mit neuen Akten wollte die Opposition den Premier in Bedrängnis bringen. Das gelang – aber anders als gedacht.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Die von der britischen Labour-Regierung veröffentlichten Regierungs-Interna im Fall Mandelson stiften einen anderen Schaden als jenen, den die Opposition ihr zufügen wollte. Nachdem ein weiterer Teil der Akten am Montag veröffentlicht worden war, liefern sie keinen Beleg dafür, dass Premierminister Sir Keir Starmer über die Berufung Peter Mandelsons zum Botschafter in Washington unaufrichtig Auskunft gegeben hat. Sie zeigen vielmehr, wie ratlos und verzagt der Regierungsapparat insgesamt agierte – jedenfalls zur damaligen Zeit. Und wie wenig gewappnet die unsicheren Akteure gegen die selbstgewisse Zielstrebigkeit Mandelsons waren, der schon vor vielen Jahren den Beinamen „Fürst der Dunkelheit“ erhielt.Starmers Regierung demonstriert unterdessen ihren Stolz auf einen Akt beispielloser „Transparenz“. Die Publikation des Schriftverkehrs und aller Akten, die Auskunft geben sollen über die Umstände von Mandelsons Ernennung, sei „eine der umfangreichsten Veröffentlichungsaktionen“, die je eine Regierung unternommen habe, sagte der für Kabinettsfragen zuständige Minister Darren Jones. Und fügte gleich hinzu, die ganze Sache habe mehr als eine Million Pfund gekostet. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen 1500 Seiten an Akten und AufzeichnungenDie konservative Opposition hatte den Premierminister im Frühjahr aufgefordert, er möge sämtliche Vorgänge um die Entsendung Mandelsons nach Washington offenlegen. Darin lag die Hoffnung, es werde sich zeigen, dass Starm...



