Lucie von Pückler-Muskau: Wie eine Frau sich ihren Spielraum erkämpfte
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Lucie von Pückler-Muskau : Wie eine Frau sich ihren Spielraum erkämpfte Gastbeitrag Von Simone Neuhäuser23.05.2026, 18:33Lesezeit: 12 Min.Bildbeschreibung ausklappenDas Bad in Muskau, Zeichnung und Lithographie von Eduard Sachse, 1843SFPMEine Frau konnte auch vor 200 Jahren Einfluss nehmen und gestalten. Die Geschichte der Fürstin Lucie von Pückler-Muskau zeigt aber auch den Preis, den sie zahlen musste.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Auf die Fürstin Lucie Pückler wartete keine Familiengrablege und schon gar kein Tumulus. Der alte Branitzer Dorffriedhof auf dem Vorparkgelände, wo sie am 13. Mai 1854 bestattet wurde, war seit einigen Jahren aufgelassen. Vielleicht war dieser Ort ihre Wahl, denn der Weg nach Cottbus führte dort vorbei. Vielleicht war es ihr aber auch einerlei.Fürst Hermann von Pückler, der weithin bekannte Schriftsteller und Gartenkünstler, von 1817 bis 1826 Ehemann, dann Ex-Gatte, aber weiterhin Lebenspartner der Verstorbenen, hatte sein Branitzer Anwesen bereits im August 1853 verlassen und der Fürstin überlassen. Das Zusammenleben der beiden an einem Ort funktionierte nur in kurzen Zeiträumen. Sie mochten und schätzten einander, aber sie ertrugen einander besser aus der Ferne. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Als sie im Sterben lag, bekundete der Fürst gerade Heinrich Heine in Paris seine Wahlverwandtschaft. Sie würde noch lange leben, er könne und wolle dieses Frühjahr nicht nach Branitz kommen, schrieb er ihr im März 1854, „und damit Punktum“.„In einer Zeit des Unglaubens und der Freigeisterei“Die Leichenpredigt für Lucie hielt der neue Cottbuser Superintendent Ebeling, ein „wahrer Pietist, dem die verewigte Frau Fürstin nicht fromm genug war“, so einer der Zuhörer. Ebeling meinte, die Fürstin sei in einer „Zeit des Unglaubens und der Freigeisterei“ aufgewachsen und habe „die damals empfundenen Eindrücke“ nie überwinden können, sei also „nicht so fromm und ehrfürch...





