Lucia Ronchetti: Schrei der Stille
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Lucia Ronchetti : Schrei der StilleVon Doris Kösterke07.04.2026, 12:46Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenHat sich mit Puccini auseinandergesetzt: die italienische Komponistin Lucia Ronchetti in der Oper FrankfurtWonge BergmannEin Vorspann in Schwarz-Weiß: Lucia Ronchetti hat zur neuen Frankfurter „Turandot“-Inszenierung von Andrea Breth einen Prolog komponiert. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Wenn Puccinis Oper „Turandot“ am 12. April in der Oper Frankfurt Premiere hat, erklingt vor der Ouvertüre ein Prolog, komponiert von der 1963 in Rom geborenen Lucia Ronchetti. Die international gefragte Komponistin ist dem Publikum hier schon bestens bekannt. 2021 wurde in Frankfurt ihre Oper „Inferno“ nach dem ersten Teil der „Göttlichen Komödie“ von Dante Alighieri uraufgeführt, die Oper und Schauspiel gemeinsam in Auftrag gegeben hatten. Und zwei Jahre später gab Thomas Guggeis seinen Einstand als Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters in der Alten Oper mit der Uraufführung von Lucia Ronchettis Orchesterwerk „Studio di ombre“, einer Auftragskomposition der Frankfurter Museums-Gesellschaft. Der „Turandot“-Prolog ist nun wiederum im Auftrag der Oper Frankfurt entstanden.Puccinis letzte Oper ist bekanntlich unvollendet geblieben. Der Komponist starb 1924 im Alter von 65 Jahren, ehe er ein genreübliches Schlussduett fertigstellen konnte. Bekannt ist auch, dass die Librettisten Giuseppe Adami und Renato Simoni dem Textbuch auf seinen Wunsch hin eine Frauenfigur hinzufügten, die ihm als Opernkomponist besser lag als die schillernde Turandot. So kam Liù in das zugrunde liegende Märchenstück von Carlo Gozzi, eine Sklavin, die sich selbst tötet, um dem von ihr geliebten Calàf zu ermöglichen, Turandot zu heiraten. Findet Turandot vor Sonnenaufgang seinen Namen heraus, muss er sterben. Allein von Liù kann Turandot ihn erfahren. Und so meint Liù, nur durch ihren Tod sicherstellen zu können, dass niemand den Prinzen verr...




