Libanon: Friedenstruppe im Kreuzfeuer
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Libanon : Friedenstruppe im KreuzfeuerVon Christoph Ehrhardt, Beirut26.04.2026, 19:06Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenUN-Friedenstruppen des indischen Kontingents sichern die libanesische Grenze zu Israel im August 2023.dpaDer Einsatz der UNIFIL in Südlibanon geht auf sein Ende zu. Derzeit bekommt die UN-Truppe ihre Ohnmacht vor Augen geführt – mit tödlichen Folgen.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Die schlechten Nachrichten für die UN-Friedenstruppe UNIFIL reißen nicht ab. Am Freitag erlag ein indonesischer Unteroffizier seinen Verwundungen. In den vergangenen Wochen fielen insgesamt fünf UN-Soldaten, die in der Kampfzone in Südlibanon im Einsatz waren. Zwei Franzosen wurden getötet, als am 18. April eine Einheit unter Beschuss genommen wurde, die Sprengsätze räumte, um die Verbindung in eine abgeschnittene Stellung wiederzueröffnen.Laut Einschätzung der UNIFIL kamen die Angreifer aus den Reihen der Schiitenmiliz Hizbullah. Ende März kamen bei zwei Vorfällen insgesamt drei indonesische UN-Soldaten um Leben. In einem Fall war es die Detonation eines Sprengsatzes, was ebenfalls auf die Hizbullah hindeutet. In einem anderen Fall handelte es sich um den tödlichen Einschlag einer Panzergranate nahe einer UN-Stellung, die nur vom israelischen Militär verwendet wird.Die UNIFIL ist stärker zwischen die Fronten und ins Kreuzfeuer geraten, seit am 2. März ein neuer voll entfesselter Waffengang zwischen Israel und der von Iran gelenkten Hizbullah ausbrach – aller Aufrufe, ihren Schutzstatus zu respektieren, zum Trotz. Viel internationale Empörung darüber gibt es nicht. Zu den Entsendestaaten der Friedenstruppe zählen Frankreich, Italien, Irland, Spanien, Ghana, Indonesien, Indien und auch Deutschland. Eigentlich sollte sie die Einhaltung der Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats überwachen, laut der das Grenzgebiet bis zum Litani-Fluss eine demilitarisierte Zone sein soll. Das Mandat der 1978 als Beobachtermission ins Leben gerufenen U...




