Künstliche Intelligenz: Was darf KI im Krieg?
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Künstliche Intelligenz : Was darf KI im Krieg?Von Magdalena Tröndle07.04.2026, 07:00Lesezeit: 8 Min.Bildbeschreibung ausklappenMensch und Maschine: ein Pilot in einem Eurofighter der deutschen LuftwaffeAFPDas Militär kann Künstliche Intelligenz weitgehend nutzen. Doch viele Fragen zu ihrem Einsatz in der Praxis sind noch nicht geklärt – zum Beispiel, wenn Fehler passieren. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App In den Vereinigten Staaten treibt man den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im Militär konsequent voran: Verteidigungsminister Pete Hegseth hat unmissverständlich klargemacht, dass KI-Systeme den Streitkräften für „alle rechtmäßigen“ Zwecke uneingeschränkt zur Verfügung stehen sollen. Darüber streitet das Pentagon mit Anthropic, dessen Chatbot Claude als besonders kriegstauglich gilt, den die Firma aber nicht für vollautonome Waffeneinsätze oder Massenüberwachung freigeben will.Hierzulande ist die Debatte über den Einsatz von KI im Krieg auch von Vorbehalten und grundsätzlichen Fragen geprägt: Was darf KI im Krieg, was ist ethisch vertretbar? Welche Gefahren birgt ihr Einsatz? Wie verändert KI das Geschehen auf dem Gefechtsfeld? Und wer trägt die Verantwortung, wenn ein System irrt?Die amerikanische Regierung verfolgt in Fragen der Militärethik schon lange einen Ansatz, bei dem eher vom Ergebnis her gedacht wird. In Fernsehansprachen präsentieren amerikanische Präsidenten die Tötung von Terroristen als Erfolg. Bei militärischen Veranstaltungen werden Soldaten für Innovationen gelobt, indem man die Zahl der dadurch getöteten Terroristen feiert. „Peinlich berührt wäre man in Europa, dafür zu applaudieren“, sagte Generalleutnant a. D. Ansgar Gerhard Rieks, bis Ende Juni 2023 Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe.Rieks hat eine Arbeitsgemeinschaft Technikverantwortung im deutsch-französischen Rüstungsprojekt FCAS (Future Combat Air System) von Beginn an begleitet und prägt diese auch heute weiterhin mit. „Im europäischen Raum denken wir im Gege...





