Kritik an Merz: Das Ende der Konsenskultur
•Kritik an Merz : Das Ende der Konsenskultur Ein Kommentar von Jasper von Altenbockum28.05.2026, 10:35Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenFriedrich Merz und Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag i...
•FebruarReutersAus der Furcht vor einem „Staatsstreich“ der AfD spricht vor allem eines: Die Kompromisskultur lässt keinen echten Machtwechsel mehr zu.
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Kritik an Merz : Das Ende der Konsenskultur Ein Kommentar von Jasper von Altenbockum28.05.2026, 10:35Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenFriedrich Merz und Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart am 20. FebruarReutersAus der Furcht vor einem „Staatsstreich“ der AfD spricht vor allem eines: Die Kompromisskultur lässt keinen echten Machtwechsel mehr zu. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Die Nerven in Politik und Parteien haben selten so geflattert. In der CDU macht sich Enttäuschung über Friedrich Merz breit, in der CSU rumort es gegen Markus Söder. In der SPD liegen die Nerven ohnehin seit Jahren blank, und vor den Landtagswahlen im September ist von einem drohenden „Staatsstreich“ der AfD die Rede.Es melden sich die alten Schlachtrösser, die es nicht noch einmal wissen wollen, aber zu wissen meinen, wie man es besser machen kann. Es liegt nahe, dass sie dabei auf ihre alten Rezepte setzen. Symptomatisch aber ist, dass sie dabei frank und frei feststellen, der Tanker Deutschland fahre „immer noch“ in die falsche Richtung. Ja, warum nur? F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Das Loblied auf den Kompromiss und den KonsensDie Stichworte für die bessere Regierungskunst sind die immer gleichen: Kompromiss, Konsens, Pragmatismus. Wer „CDU pur“ wolle, bemerkte kürzlich Volker Bouffier, der sei reif für die Opposition, aber nicht für die Regierung. Angela Merkel, auch sie meldet sich wieder gerne zu Wort, hätte es nicht besser sagen können. Auch sie lobte kürzlich den Wert von Kompromissen, Zugeständnissen und empfahl ein „weites Herz“ der CDU für die SPD, mit der sie zwölf von 16 Jahren regierte.Je länger diese Zeit wurde, desto weniger ließ sich erkennen, was eigentlich noch „pur“ an der CDU war, desto größer wurde aber das Bedürfnis danach. Denn in dieser Zeit wurden eine Reihe von Entscheidungen nur halbherzig oder falsch oder gar nicht getroffen – oder nach Maßgabe eines Zeitgeistes,...المصدر: FAZ | Source: FAZ
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