Kampf gegen Steuertricks - Berlin drängt aufs digitale Bezahlen
✨ AI Summary
🔊 جاري الاستماع
Von Döner bis Barber-Shop: Berlin plant Kartenzahlung gegen SteuertricksNeben Bargeld soll es in Berlin mindestens ein digitales Zahlungsmittel geben. Das Aus für „Only Cash“, so wie hier in diesem Geschäft Foto: Hildburg BurnsHildburgBruns06.04.2026 - 11:26 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenBerlin – „Nur Barzahlung“, „Cash only“ soll abgeschafft werden. Die Hauptstadt Berlin drängt den Bund, überall mindestens ein digitales Zahlungsmittel zu ermöglichen. Auch im Döner-Imbiss, in Barber-Shops, Späti-Kiosken. Das Ziel: ein besserer Service für Verbraucher, ein fairerer Wettbewerb – vor allem aber die Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit.„Mir fällt kein sonstiger Grund ein, warum jemand auf Cashzahlung besteht, als an der Steuer vorbei arbeiten zu wollen“, begründet Berlins CDU-Fraktionschef Dirk Stettner (56) den Vorstoß. BILD erfuhr: Berlin bereitet eine Bundesrats-Initiative vor, hofft dabei auf eine Mehrheit der Länder, damit die Bundesregierung das Bürgerliche Gesetzbuch oder die Gewerbeordnung ergänzt.Kunden zahlen keine ZusatzgelderSchon jetzt ist gesetzlich klar: Händler dürfen bei Karten- oder Handyzahlung keine Zusatzgebühren verlangen. Eine Annahmepflicht für digitale Zahlungsmittel im Geschäftsverkehr gibt es jedoch noch nicht. Aus Berliner Sicht sollte es bei der Einführung nur wenige Ausnahmen geben: wenn die technische Infrastruktur dauerhaft fehlt, Verkaufsstellen unbemannt sind oder Kleinstunternehmen Härtefälle anmelden. Ganz klar: Digitale Zahlungsmittel sollen keinen Grund dafür liefern, Bargeld abzuschaffen oder einzuschränken, sagt Stettner.Steuerschaden bis 70 Milliarden EuroIn Cash-intensiven Branchen (z. B. Gastro, Spätis, Bäcker) entgehen dem Staat durch Steuerhinterziehung geschätzt jährlich zehn bis 15 Milliarden Euro an Umsatz- und Gewinnsteuern. Zusätzlich Lohnsteuern und Sozialabgaben, wenn Mitarbeiter schwarz bezahlt werden. Der vermutete Gesamtschaden liegt nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ (gehört w...




