Judo und Integration: „Flucht nach vorn“
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Judo und Integration : „Flucht nach vorn“Von Achim Dreis, Wiesbaden27.05.2026, 14:11Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenVereinte hessische Kämpfer aus allerlei Herkunftsnationen mit Vereinspräsident Eckelmann (rechts)© Dirk IwamaruBeim Judo-Club Wiesbaden kämpfen viele Ukrainer im Team. Das führt zu Diskussionen. Der Verein wehrt sich – und engagiert sich weiter vorbildlich.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App „Ihr habt ja nur noch Ukrainer“ ist einer der Sätze, die Philipp Eckelmann zu schaffen machen. Der Vorsitzende des Judo-Clubs Wiesbaden (JCW) sieht sich in jüngster Zeit des Öfteren mit dem Vorwurf konfrontiert, sein Verein sei „nicht mehr deutsch“ genug, die Oberliga-Mannschaft von Ausländern dominiert. Was ihn einigermaßen fassungslos macht – aber nicht sprachlos bleiben lässt.„Flucht nach vorn“ lautete die Devise, was angesichts der Lebensgeschichte der jungen Ukrainer wie eine verunglückte Metapher klingen mag. Doch der 47 Jahre alte Eckelmann und seine Mitstreiter wollten die Deutungshoheit über die jüngere Vereinsgeschichte behalten. Sie gehen der Kontroverse nicht aus dem Weg. Und sie haben Stadtpolitiker zu einem Oberliga-Kampftag mit dem TSV Nordwest Frankfurt und der TG Schwalbach in der Halle am Zweiten Ring eingeladen, um zu demonstrieren, worum es ihnen geht. Immerhin drei aus dem Sportausschuss, Catharina Koch (SPD), Rebecca Thomas (Grüne) und Janine Vinha (Volt), folgten der Einladung. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen „Was kannst du?“ statt „Wo kommst du her?“„Im Sport zählt nicht: ‚Wo kommst du her?‘“, sagte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) vergangene Woche auf einer Feierstunde im Rathaus, bei der Wiesbadener Sportler aus allen Sparten für ihre Erfolge ausgezeichnet wurden. „Im Sport zählt: ‚Was kannst du?‘“ Mende lobte die integrative Wirkung des autonomen Sports jenseits politischer Bevormundung, den Stellenwert von Teamgeist für den persönli...





