Israels Parlament: Warum die Knesset für ihre Auflösung stimmt
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Israels Parlament : Warum die Knesset für ihre Auflösung stimmtVon Christian Meier, Tel Aviv02.06.2026, 15:43Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenDas israelische Parlament in Jerusalem am 20. MaiReutersUltraorthodoxe in der Koalition treiben die Auflösung des Parlaments voran – obwohl sowieso Ende Oktober gewählt würde. Sie zielen damit nicht nur auf einen früheren Wahltermin.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Mitternacht war längst vorbei, als die Knesset nach langer Debatte über den Antrag abstimmte, das Parlament aufzulösen und neu wählen zu lassen. 106 der 120 Abgeordneten stimmten für den entsprechenden Gesetzesentwurf, der allerdings noch zwei weitere Lesungen passieren muss. Hinter der scheinbar weitgehenden Einigkeit verbergen sich kräftige Spannungen innerhalb der Regierungskoalition.Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beispielsweise ist eigentlich dagegen, die Wahl vorzuziehen. Vor allem die Parteien der ultraorthodoxen Juden sind dafür. Ob es wirklich so kommen wird, ist weiter offen – mit der Abstimmung in der Nacht zum Dienstag aber wahrscheinlicher geworden. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Aus diesem Grund wird auch noch um den genauen Zeitpunkt gerungen. Der Entwurf bleibt dazu vage, es ist von einem Wahltermin zwischen Anfang September und Ende Oktober die Rede. Während der weiteren Beratungen soll das konkretisiert werden, vielleicht schon in dieser Woche.Die Ultraorthodoxen möchten gerne im September wählen, kurz vor den wichtigen jüdischen Feiertagen. Sie erhoffen sich angeblich ein disziplinierteres Wahlverhalten ihrer Klientel in dieser religiös aufgeladenen Zeit. Netanjahu bevorzugte einen späten Zeitpunkt. Er soll die Haredim gewarnt haben, ein früher Wahltermin schmälere die Chancen der Koalition auf Wiederwahl.Streit über die Wehrpflicht für UltraorthodoxePraktisch gesehen geht es bei allem nur um wenige Wochen – denn regulär müsste in Israel ohnehin Ende...




