Interview mit Jugendlichen: „Als Ausländer darf man eben keine Faxen machen“
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Interview mit Jugendlichen : „Als Ausländer darf man eben keine Faxen machen“Von Wibke Becker25.05.2026, 08:42Lesezeit: 7 Min.Bildbeschreibung ausklappenMilens (links) Familie kam aus Serbien, Semins aus Bulgarien. Die Jungs kennen sich seit der dritten Klasse und treffen sich regelmäßig im Sportjugendhaus Rödelheim.Lucas BäumlSemin und Milen sind 15 Jahre und gehen in Frankfurt zusammen boxen. Ein Gespräch über die Welt in 25 Jahren, Social Media und den klassischen Deutschen.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Semin und Milen, wie stellt ihr euch euer Leben und die Welt in 25 Jahren vor? Milen: Mein Traum wäre es, Profiboxer zu werden, viel Geld zu haben, eine gute Familie, ein gutes Haus und so. Aber realistisch ist, dass ich ein ganz normales Leben haben werde.Was meinst du mit normal? Milen: Es ist einfach unrealistisch, dass ich Profiboxer werde. Aber ich will auch Bauzeichner werden. Dann werde ich gut verdienen. Semin: Wenn alles gut läuft, werde ich Athlet, habe viel Geld und bemühe mich, eine schöne Familie aufzubauen, die auch hält. Aber realistisch gesehen werde ich wahrscheinlich relativ simpel leben. Weil ich es auch simpel mag. Habt ihr Zukunftsängste? Milen: Ja. Dass ich irgendwann Gehirnschäden vom Boxen bekomme. Oder dass ich den Schulabschluss oder den Beruf nicht schaffe.Semin: Bei mir ist es auch die Schule. Und einfach die Gesellschaft. Die ist in Deutschland sehr gespalten, und ich mache mir wirklich Sorgen, ob ich später noch in Deutschland bleiben will oder auswandern soll. Hier ist so eine Spannung, alles wird teurer, die Jobs sind unsicher, die Gehälter nicht gut, die Wohnungen schlecht. * { font-size: 100%; margin: 0; padding: 0; } *, ::after, ::before { box-sizing: inherit; } @font-face { font-display: block; font-family: "MM Source Sans 3"; font-style: italic; font-weight: 200 900; src: url(https://dynamic.faz.net/fonts/source-sans-3-v15_latin-ext_italic_200-900.woff2) format("woff2"); unicode-range: u+0100-0...





