Hohe Kosten, wenig Erfolg: Elterngeld – die Karriere einer Sozialleistung
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Hohe Kosten, wenig Erfolg : Elterngeld – die Karriere einer SozialleistungVon Patrick Welter30.05.2026, 12:02Lesezeit: 5 Min.Bildbeschreibung ausklappenBeschlossen 2007: Das Elterngeld wurde eingeführt, um die Geburten anzukurbeln und berufstätige Frauen zu fördern.dpaDas Elterngeld gilt als Beispiel für eine steuernde Gesellschaftspolitik Nun wird es zwanzig Jahre alt. Die Ziele wurden nur bedingt erreicht.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Als vor zwanzig Jahren im politischen Berlin das Elterngeld das Licht der Welt erblickte, hatte Deutschland monatelang sehr grundsätzlich über die neue Sozialleistung diskutiert. Widerstand gab es nicht nur von den Konservativen in CDU und CSU, die um das traditionelle Familienbild des Einverdienerhaushalts fürchteten.Widerstand kam vor allem von den freiheitlich Gesinnten in Union und FDP, die es nicht für eine Aufgabe von Parlament und Regierung hielten, sich in die Gestaltung des Familienlebens einzumischen. Sie sorgten sich auch, dass im Versuch, die Geburtenzahl zu erhöhen und mehr Frauen an die Erwerbstätigkeit heranzuführen, der schon damals weit ausgebaute Sozialstaat weitere Milliarden Euro Steuergeld verschlingen werde.Die Freunde des freiheitlichen Staatsverständnisses setzten sich nicht durch. Die noch junge Koalition von Union und SPD unter Anleitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschloss die Einführung des Elterngelds zum 1. Januar 2007.Dass diese grundsätzlichen Diskussionen über die Aufgaben des Staates in Sachen Elterngeld kaum noch geführt werden, ist vielleicht das wichtigste Ergebnis nach zwanzig Jahren. Wer mit dem Rechtsanspruch auf bezahlte Monate der Babypause aufgewachsen ist, stellt die von den Steuerzahlern bezahlte Leistung nicht mehr infrage.Im Internet zeigt eine Google-Suche schnell Erlebnisberichte, in denen das Elterngeld als Kofinanzierung für Weltreisen mit Babys empfohlen wird. Oft würden „Vätermonate“ nahe üblichen Urlaubszeiten genommen, was auf eine „...




