Gunnar Schupelius – Mein Ärger - Im Schloss steckt jetzt ein Migrationspfeil
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Gunnar Schupelius – Mein Ärger: Im Berliner Schloss steckt jetzt ein MigrationspfeilVier Meter lang, 85 Kilo schwer: der neue Bronzepfeil in der Nordfassade vom Schloss („Humboldt-Forum“)Foto: Jens Kalaene/dpaGunnarSchupelius22.04.2026 - 08:32 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenBerlin – Der Pfeil soll ein Kunstwerk sein, ist aber nicht als reine Kunst zu verstehen, sondern als politisches Zeichen, als erhobener Zeigefinger.Im Berliner Schloss („Humboldt-Forum“) steckt seit letztem Mittwoch ein vier Meter langer und 85 Kilogramm schwerer Bronzepfeil. Er bohrt sich in die Nordfassade an der Spree (Karl-Liebknecht-Brücke). Es handelt sich um ein Kunstwerk des Berliner Architekten Jürgen Hermann Mayer (60, Büro in Charlottenburg), der sich „J. Mayer H.“ nennt. Eine Jury wählte den Pfeil in einem offenen Wettbewerb aus 130 eingereichten künstlerischen Entwürfen aus.Pfeil soll Symbol für Migration seinNach Auskunft von J. Mayer H. soll der Pfeil symbolisieren, „dass Migration weder neu noch außergewöhnlich ist, sondern ein tief verwurzelter, natürlicher Bestandteil der menschlichen und ökologischen Geschichte“.Inspiriert war der Künstler vom „Pfeilstorch“, den man 1822 in Deutschland fand. Der Storch hatte einen Pfeil im Hals, der in Afrika auf ihn abgeschossen worden war. Er flog mit dem Pfeil zurück nach Deutschland. Erstmals wusste man nun, dass Zugvögel in Afrika überwintern.Mehr zum ThemaGunnar Schupelius – Mein Ärger: Schloss-Intendant wirft Förderverein rausDer Verein sammelte 110 Millionen Euro Spenden für die Schlossfassade.Die Jury lobt den Südpfeil für seine „minimalistische Einfachheit und Subtilität“. Subtil will J. Mayer H. „auf die Spannungen zwischen den Industrienationen und den ehemaligen Kolonien des Globalen Südens“ hinweisen, „und die Notwendigkeit einer gerechten Versöhnung“.Der Südpfeil ist also nicht als reine Kunst zu verstehen, sondern als politisches Zeichen, als erhobener Zeigefinger: „Liebe Berliner, denkt an die dunkle Kolonialzei...


