Gerichtsurteil in Paris: Zementkonzern Lafarge wegen Terrorfinanzierung verurteilt
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Gerichtsurteil in Paris : Zementkonzern Lafarge wegen Terrorfinanzierung verurteiltVon Johannes Ritter, Zürich, Niklas Záboji, Paris13.04.2026, 19:34Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenBruno Lafont (Mitte), ehemaliger Lafarge-Vorstandsvorsitzender, auf dem Weg zur UrteilsverkündungAFPEin französisches Gericht sieht es als erwiesen an, dass der französische Zementhersteller Lafarge in Syrien Schutzgeld an Dschihadisten zahlte.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Ein Pariser Gericht hat Lafarge und acht ehemalige Führungskräfte des französischen Zementherstellers für schuldig befunden, während des syrischen Bürgerkriegs Schutzgeld an dschihadistische Gruppen gezahlt zu haben. Es sieht es als erwiesen an, dass die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) zu den Empfängern gehörte und mit dem Geld Terroranschläge in Europa vorbereitet wurden. Dazu habe der Anschlag auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ Anfang 2015 gehört.Der Konzern wurde zur Höchststrafe von 1,125 Millionen Euro sowie zur Zahlung einer Zollstrafe in Höhe von 4,57 Millionen Euro verurteilt, die er gemeinsam mit vier ehemaligen Führungskräften wegen Nichteinhaltung internationaler Finanzsanktionen zu tragen hat. Der ehemalige Lafarge-Chef Bruno Lafont wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er bestreitet aber, von den Schutzgeldzahlungen gewusst zu haben, und er hat angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Die sieben weiteren ehemaligen Führungskräfte erhielten Haftstrafen zwischen 18 Monaten und sieben Jahren.Laut dem am Montag gesprochenen Urteil flossen in den Jahren 2013 und 2014 insgesamt knapp 5,6 Millionen Euro an Schutzgeld an Dschihadisten. Mit diesem hielt Lafarge das inzwischen stillgelegte Zementwerk im nordsyrischen Jalabyia aufrecht, das seinerzeit zum Herrschaftsgebiet des IS gehörte. Das Werk war im Oktober 2010 in Betrieb genommen worden. Wenige Monate später brach der syrische Bürgerkrieg aus.Das Geld steckte im PlastiksackWähre...




