Gefahr aus Russland: Warum Finnland seine Verteidigungsausgaben verdoppeln will
Gefahr aus Russland : Warum Finnland seine Verteidigungsausgaben verdoppeln willVon Julian Staib, Hamburg09.06.2026, 07:54Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenSeit jeher abwehrbereit: Finnische Soldaten nehmen im März an der NATO-Übung Cold Response in Rovaniemi teil.dpaFinnlands Regierung muss sparen. Trotzdem will das Parlament, dass die Verteidigungsausgaben verdoppelt werden.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Wohl kein anderes europäisches Land gilt als derart gewappnet gegen eine militärische Gefahr durch Russland wie Finnland. Trotzdem solle das Land seine Verteidigungsausgaben verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht einer parlamentarischen Arbeitsgruppe zur künftigen nationalen Verteidigung, der kürzlich in Helsinki vorgestellt wurde. „Die Bedrohung durch Russland wird immer größer und ernster“, sagt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Jukka Kopra, der F.A.Z. Kopra ist Abgeordneter der regierenden Sammlungspartei, er sitzt auch dem Verteidigungsausschuss des Parlaments vor, lebt in Südkarelien unweit der russischen Grenze und hat seit jeher einen sehr klaren Blick auf die Gefahr durch Russland.Mit dem großen Nachbarn teilt Finnland eine mehr als 1300 Kilometer lange Grenze. Im sogenannten Winterkrieg überfiel die Sowjetunion 1939 das damals noch junge kleine Nachbarland. Damit das nie wieder passiert, hält Finnland seit jeher seine Verteidigungsausgaben hoch und wappnete sich. Grundlage davon ist die Wehrpflicht. Mit rund 280.000 kampfbereiten Reservisten (insgesamt sind es knapp eine Million) verfügt das nur rund 5,6 Millionen Einwohner große Land über eine der größten und schlagkräftigsten Armeen Europas. Die finnische Artillerie gilt als eine der kampfstärksten in Europa und die Bevölkerung als äußerst resilient. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Militärische Bedrohung durch Russland wird zunehmenDerzeit liegen die Verteidigungsausgaben bei rund 2,5 Prozent de...المصدر: FAZ | Source: FAZ
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